
Foto: © CityCaddy/Enver Hirsch
Senior-Unternehmerin Elke Jensen und der CityCaddy (Teil 3)
„Gehen ist eine Superkraft.“, hält Prof. Shane O’Mara, Professor für Experimentelle Neurowissenschaft am Trinity College, Dublin, in seinem Buch „Das Glück vom Gehen“ fest. Diesem Statement schließt sich Elke Jensen aus vollem Herzen an. Sie kennen sie bereits aus unseren letzten beiden Folgen: Die Produktdesignerin und Professorin a. D. ist Start-up Gründerin mit über 70 Jahren und hat ihren CityCaddy nicht nur entwickelt, sondern auch auf den Markt gebracht. Dazu motiviert hat sie eine ihrer Leidenschaften, das zu Fuß Unterwegssein, inspiriert wurde sie von ihren Beobachtungen im Alltag. Denn viele Menschen würden sich mit zunehmendem Alter eine Stütze wünschen, aber noch keinen Rollator wollen.
„Gehen ist ja die allernatürlichste Form der Fortbewegung, und darüber hinaus auch eine so wahnsinnig gesunde.“, so Elke Jensen. „Dieses Wohlbefinden möchte ich fördern.“ Besonders die Ästhetik spiele für sie eine Rolle: „Ich finde, sie ist ein unglaublicher Kick, und so ist der CityCaddy für mich Hilfe und genauso Accessoire. Mit ihm an meiner Seite bewege ich mich gern und fühle mich nicht nur sicher, sondern richtig gut.“
Denn Bewegung ist nicht nur für den Körper wichtig, auch für Geist und Seele. Mit höherer Teilnahme am Leben draußen können Einsamkeit und langfristig sogar depressive Verstimmungen verringert und soziale Teilhabe erhöht werden.
Übrigens: Die kurzen Wege sind weiblich! Eine Studie des VCD belegt, dass Frauen im Gegensatz zu Männern öfters am Tag unterwegs sind und kleinere Strecken zurücklegen, u. a. mit dem ÖPNV. So passt es gut zusammen, dass die Klientel von CityCaddy – zumindest aktuell (noch) – zu 95% feminin ist und die moderne Gehhilfe eine Zieh- UND Schiebe-Funktion besitzt. Diese ist besonders beim Einstieg in Bus & Bahn oder auf Rolltreppen von Vorteil. Und: Der CityCaddy rollt leicht durch die Gänge im Zug, der Trolley passt zusammengeklappt in die Kofferablageabteile sowie in den Kofferraum eines PKW.
„Wenn man sich viel mit dem Thema Mobilität – insbesondere im urbanen Raum – beschäftigt, bekommt man schnell einen anderen Blickwinkel.“, so Elke Jensen. Bürgersteige, fehlende Aufzüge, Unebenheiten – überall gebe es Hindernisse, die ein geschmeidiges Fortbewegen erschweren. Trotzdem – oder sogar umso mehr – liegt der heute 75-Jährigen immer wieder am Herzen, zum regelmäßigen Gehen zu mobilisieren, gern mit einer großen Portion Freude!
Nächstes Mal berichtet Elke Jensen von ihrem Engagement bei move neuro e. V., dessen Stellvertretende des Vorstands sie ist. Der gemeinnützige Verein setzt sich für die Förderung multidisziplinärer Behandlungen von neurologischen Bewegungsstörungen ein.
Text: © Ulrike Mann
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