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Die Haut, das größte und schwerste Organ des menschlichen Körpers

Die Haut, das größte und schwerste Organ des menschlichen Körpers

Aus dem SeMa Juli 2025 · Beitrag · 2 Minuten

Die Haut, das größte und schwerste Organ des menschlichen Körpers

Foto: pixabay

Unsere Haut ist ein zentrales Sinnesorgan und hat eine Vielzahl von Aufgaben. Als stabile und flexible Hülle schützt sie den Körper vor schädlichen Umwelteinflüssen wie Nässe, Kälte und Sonnenstrahlen sowie vor Krankheitserregern und Giftstoffen.

Sie besteht aus drei Schichten: der Oberhaut (Epidermis), der Lederhaut (Dermis) und der Unterhaut (Subcutis). Dieses ‚Flächenorgan‘ macht ein Siebtel unseres Körpergewichts aus und misst bei einem Erwachsenen 1,5 bis 2 Quadratmeter! Die Oberhaut, sich ständig erneuernd, enthält Melanin, das die Haut vor UV-Strahlen schützt. Über dieser äußeren Schicht liegt ein dünner, aus Sekreten der Schweiß- und Talgdrüsen bestehender Fettfilm, der uns vor dem Eindringen von Krankheitserregern schützt und Wasser abperlen lässt. Die Lederhaut enthält Bindegewebe, Haarwurzeln, Blutgefäße, Talg- und Schweißdrüsen, Sinneszellen und Nervenenden, die für den Tastsinn, die Temperaturwahrnehmung, Berührungen, Druck und Schmerz zuständig sind. Die Unterhaut besteht hauptsächlich aus Fett- und Bindegewebe und dient der Wärmespeicherung, Isolierung und Polsterung. Unsere Haut ist ein wachsendes Organ, das sich ständig erneuert. Der Hautregenerationsprozess dauert ca. 28 Tage, im Alter etwas länger.

Diese kostbare Hülle schützt unseren Körper vor Hitze, Licht, Verletzungen und Infektionen. Sie kann Wasser und Fett speichern, Vitamin D bilden und durch Schwitzen unsere Körpertemperatur regulieren.

Etwa ab dem Alter von 50 Jahren verliert sie an Elastizität und Festigkeit, die Hautstruktur wird schwächer, tiefere Falten, Schlupflider, dünnere und fahlere Haut können sichtbar werden. Der natürliche Regenerationsprozess der Haut kann durch eine geeignete Pflegeroutine, einen ausgewogenen Lebensstil und gesunde Ernährung verbessert werden. Was schädigt die Haut am meisten? Rauchen, Alkohol, Stress, Umweltverschmutzung und sich ungeschützt der Sonne auszusetzen. Besonders schützenswert sind die Sonnenterrassen Nase, Stirn und Wangen, die mit einer Sonnenschutzcreme, Lichtschutzfaktor 50 (+) wiederholt eingecremt werden müssen. Unverzichtbar sind Haut-Screening und Hautkrebsfrüherkennung einmal im Jahr. Unproblematische Hautprobleme bei älteren Menschen sind Wucherungen wie Hautanhängsel, Warzen und braune Altersflecken. Aber rosafarbene raue Stellen, sogenannte aktinische Keratosen, eine Vorstufe des weißen Hautkrebses müssen behandelt werden.

„„Von der Haut aus kann man die Seele pflegen.“ Carl Ludwig Schleich, Arzt, Erfinder der Anästhesie, 1859–1922

Rudolf F. Müller
Rudolf F. Müller

Seit 1973 begeistert ihn das Thema Gesundheit. Zunächst als Ingenieur tätig, praktizierte er parallel dazu das therapeutische Yoga nach Krishnamacharya. Von den Wirkungen auf seinen Körper begeistert, kam er zur ganzheitlichen Gesundheit. Er absolvierte zahlreiche gesundheitsrelevante Ausbildungen sowie das Studium Gesundheitsmanagement und Prävention. Seit 2000 arbeitet Müller freiberuflich als Präventologe in der individuellen Gesundheitsberatung, hält Vorträge und engagiert sich besonders für die Generation 60 plus.

Text: Rudolf F. Müller, Präventologe