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Wasser – Elixier des Lebens und Lebensmittel Nr. eins

Wasser – Elixier des Lebens und Lebensmittel Nr. eins

Aus dem SeMa April 2025 · Beitrag · 3 Minuten

Wasser – Elixier des Lebens und Lebensmittel Nr. eins

Foto: © Pixabay

Wasser ist für unsere Gesundheit von fundamentaler Bedeutung. Unser Körper setzt sich zu 50 bis 70 % aus Wasser zusammen, je nach Lebensalter. So besteht z. B. unser Gehirn zu 90 % aus Wasser, unser Herz zu 75 %, unsere Leber zu 86 %, unsere Muskeln zu 75 und unser Blut zu 83 %. Wasser ist Medium und Regulativ aller Stoffwechsel- und Kreislaufprozesse wie z. B. Blutkreislauf, Lymphkreislauf, Verdauung. Wasser reguliert alle Lebensvorgänge in und außerhalb der Zelle. Es sorgt darüber hinaus für den Nährstofftransport, das Ausschwemmen und den Abtransport der Schadstoffe. Es ist Reinigungs- und Spülmittel, Lösungs- und Oxidationsmittel, Füllstoff und Polsterung. Als Hauptbestandteil der Schleimhäute dient Wasser auch als Schmiermittel, und es reguliert unseren Wärmehaushalt (Schwitzen).

Um die für den Organismus anstehenden Aufgaben erfüllen zu können, muss unser Wasser höchste Qualitätskriterien erfüllen. Gutes Trinkwasser hat einen neutralen pH-Wert (7,0) bis zu einem minimal basischen (7,2) (dies kann durch Indikatorpapier geprüft werden). Es sollte kalkfrei, frei von Viren, Bakterien und Krankheitserregern sein, ohne Nitrate und Nitrite, ohne Rückstände von Herbiziden, Pestiziden und Medikamenten. Weiterhin muss darauf geachtet werden, dass es ohne Passage von Blei- und Kupferleitungen bei uns ankommt. Der Glaube, der Mineralienbedarf des Körpers könne durch gekauftes Mineralwasser gedeckt werden, ist falsch, da die darin enthaltenen Mineralien nur im einstelligen Prozentbereich bioverfügbar sind. Die Versorgung mit lebenswichtigen Mineralien sollte also nicht durch Mineralwasser, sondern durch Gemüse, Obst, Getreideprodukte, Nüsse, Milchprodukte und andere gesunde Lebensmittel erfolgen.

Übrigens sollte das allseits beliebte Mineralwasser immer in Glasflaschen gekauft werden. Kunststoffflaschen (PET = Polyethylenenterephtalat) bestehen aus einem organischen Material, wodurch an den Grenzflächen zwischen den Wassermolekülen und den Kunststoffmolekülen Abbauprodukte wie z. B. Acetaldehyd herausgelöst werden. Acetaldehyd ist giftig, kann Krebs verursachen und den Zellkern schädigen.

Für die jeweils sinnvolle Trinkmenge, verteilt auf den ganzen Tag, gilt heute: 30 ml pro kg Körpergewicht. Das wären bei 70 kg Körpergewicht 2,1 Liter. Dabei muss man wissen, dass es die direkte Wasserzufuhr gibt: Wasser aus dem Wasserhahn, Mineralwasser, Säfte, Tee, Kaffee usw. – aber auch die indirekte: durch Gemüse, Obst und andere, stark wasserhaltige Lebensmittel. Wassermangel kann zu gefährlichen Befindlichkeits- und Funktionsstörungen führen. Durch Dehydration entstehen z. B. eine Verschlechterung des Allgemeinbefindens, Antriebsschwäche und Lethargie, Niedergeschlagenheit, Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Muskelkrämpfe, Konzentrationsschwierigkeiten. Außerdem können Verstopfung, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, trockene Schleimhäute, schlaffe und fahle Haut, brüchige Fingernägel, ständig kalte Füße und Hände und Rückgang der Speichelsekretion hinzukommen. Aber durch Wassermangel kann es auch zu Unruhe und Verwirrtheit, Verminderung des Herzminutenvolumens, zum Anstieg der Herzfrequenz, zu Herzrhythmusstörungen, Durchblutungsstörungen, höherer Infektionsanfälligkeit, zur Beeinflussung der Medikamentenwirksamkeit, zu einer erhöhten Körpertemperatur bzw. Fieber, neurologischen Ausfallerscheinungen, zur Verschlechterung der mentalen Funktionen zu einem verschlechterten Kurzzeitgedächtnis kommen. Bei einem Wasserdefizit von mehr als 20 % Abnahme des Körperwassers tritt schließlich sogar der Tod durch Nieren- und Kreislaufversagen ein.

Einfache Möglichkeiten zur Überprüfung einer guten Wasserversorgung sind deshalb: regelmäßige Toilettengänge alle zwei bis zweieinhalb Stunden. Entwarnungszeichen sind die helle, blassgelbe Farbe und kein strenger, unangenehmer Geruch des Urins. Außerdem, wenn Sie keine ausgetrockneten Schleimhäute, Lippen oder keinen ausgetrockneten Mund haben, und die hochgezogene Hautfalte auf Ihrem Handrücken sofort wieder verschwindet.

Wasser – es ist nicht so, dass man dich nur zum Leben braucht; du selbst bist das Leben! (Antoine de Saint-Exupéry)

Rudolf F. Müller
Rudolf F. Müller

Seit 1973 begeistert ihn das Thema Gesundheit. Zunächst als Ingenieur tätig, praktizierte er parallel dazu das therapeutische Yoga nach Krishnamacharya. Von den Wirkungen auf seinen Körper begeistert, kam er zur ganzheitlichen Gesundheit. Er absolvierte zahlreiche gesundheitsrelevante Ausbildungen sowie das Studium Gesundheitsmanagement und Prävention. Seit 2000 arbeitet Müller freiberuflich als Präventologe in der individuellen Gesundheitsberatung, hält Vorträge und engagiert sich besonders für die Generation 60 plus.

Text: Rudolf F. Müller, Präventologe