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Eine Spargeldiät kann die Pfunde purzeln lassen
Die tristen Tage sind vorbei, es lebe der Frühling und mit ihm die passenden kulinarischen Genüsse. Zwar mag so manchem Feinschmecker auch schon die Mai-Bowle locken, Gourmet-Hit bleibt zu dieser Jahreszeit aber ohne Frage der Spargel, dessen Saison offiziell am 17. April eröffnet wird. Praktisch für alle Menschen mit Figurproblemen: Das beliebte Stangengemüse entwässert, hat wenige Kalorien und ist damit ein absoluter Schlankmacher. Da liegt die Idee einer Spargel-Diät nahe.
In der Tat schlagen Ernährungsexperten als Maßnahme zur Gewichtsreduzierung vor, sich sieben Tage hauptsächlich von Spargel zu ernähren. Dabei sollen insgesamt sieben Kilogramm abgenommen werden.
Frühstück: Rührei mit etwas Spargel ist angesagt. Nun ja: Spargel zum Frühstück ist definitiv nur etwas für die Hartgesottenen. Die passende Alternative: Als erste Mahlzeit des Diät-Tages sind Quark mit etwas Obst und Nüssen ideal. Aber auch körniger Frischkäse auf Körnerbrot mit Gurke oder Schnittlauch eignet sich bestens.
Mittagessen: Spargel, gekocht oder gebraten, dazu ein wenig Vollkornpasta, Reis oder eine Kartoffel als Kohlenhydrat-Quelle.
Abendessen: Am Abend wird auf Kohlenhydrate verzichtet. Zum Spargel gehen dann aber Tofu, Pute oder Hähnchen als sättigende Beilage.

Aber Vorsicht: Nicht nur, dass eine solche enorme Gewichtsabnahme in so kurzer Zeit pauschal vielleicht etwas hochgegriffen erscheint, warnen Mediziner vor allen Dingen Genießer mit Nierenproblemen. Dr. Gudrun Herzel aus Menschels Vitalresort in Bad Sobernheim/Meddersheim sagt: „Im Prinzip spricht nichts gegen eine Spargel-Diät, aber nur Spargel allein könnte zu argen Problemen führen.“ Die Expertin weist auf die extreme Entwässerung hin. Menschen mit einem zu hohen Harnsäurewert müssten die Gefahr von Gichtanfällen beachten. In diesem Fall seien regelmäßige Kontrollen während der Spargel-Diät notwendig, rät die Ärztin zur Vorsicht.
Also: Spargel schlemmen im Frühling ist selbstverständlich, dabei Gewicht abnehmen wohl auch. Aber gleich eine Diät mit dem beliebten Stangengemüse ist nichts für jedermann.
Trotzdem guten Appetit.
Schon als Heilpflanze bei den Griechen und Römern
- Die Herkunft des heute im Frühling so beliebten Stangengemüses ist Südeuropa und Vorderasien. Von dort aus verbreitete sich der Spargel nach Nordafrika, West- und Mitteleuropa.
- Der Spargel gehört zu den Liliengewächsen und wurde bereits von den Ägyptern, Griechen und Römern als Heilpflanze genutzt. Er sollte den Stoffwechsel anregen und die Leber-, Lungen- sowie Nierenfunktion unterstützen.
Text: Karkmann © SeMa
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