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Wer sich nicht selbst aufraffen mag und Unterstützung sucht, kann sich an Claudia Mahler-Hankh wenden. Sie leitet mit ihrem Mann in Blankenese die „Praxis für Paartherapie, Paarberatung, Beziehungscoaching“.
Der Name mag vermuten lassen, es gehe ausschließlich um Paare. „Einzelpersonen finden eher zu uns, wenn sie in einer schwierigen Beziehung stecken und Unterstützung brauchen. Manchmal geht es auch um die Frage: bleiben oder gehen? In beiden Fällen sind Gespräche und das Reflektieren der Gefühle sehr hilfreich. Die therapeutische Beratung schafft schneller Klarheit. Sollte es doch zu einer Trennung kommen, würden wir auf jeden Fall dazu raten, weiter ein Lied auf die Liebe zu singen.“
Dabei weiß die Therapeutin, dass jüngere Paare inzwischen offener für Beratung sind als ältere – um nicht „abzustürzen“: „In langjährigen Beziehungen führen häufig enttäuschte Wünsche, alte Verletzungen oder unterschiedliche Interessen zu Kummer und Frustration. Der Ton wird rauer, Gespräche versiegen, der liebevolle Blick aufeinander geht womöglich verloren und weicht Gereiztheit. Dann lautet die Frage: Wollen wir es noch länger miteinander aushalten? Gleichzeitig sind die beiden Leben so eng miteinander verbunden, dass eine Trennung keine gute Lösung wäre.“
Wer nach Blankenese geht, begibt sich in einen geschützten Raum. Dort können Paare „ihre Konflikte aufdecken und mit uns bearbeiten. Sie entwickeln neue Empathie und Verständnis füreinander. Der Blick aufeinander wird wieder liebevoller und milder …“
Das gelte auch für langjährige Paare, bei denen es häufig darum gehe, sich von alten Vorstellungen zu lösen, die nicht mehr in diese Phase der Partnerschaft passen. Jetzt sei Zeit, „neue Vereinbarungen zu treffen und gemeinsame, passende Ziele anzusteuern. Wir unterstützen die Paare, aus einer angewöhnten Lieblosigkeit im Alltag herauszufinden und wieder zu gegenseitiger Aufmerksamkeit sowie einem warmen Miteinander zu finden. Es geht darum, aktiv wieder an die Liebe und die Verbundenheit anzuknüpfen, die sich oft nur ein wenig versteckt hat.“
Text: Dr. Hergen Riedel
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