
Fotos: privat
Die Preise steigen weiter: Lebensmittel, Energie und auch das Wohnen belasten viele Haushalte spürbar. Auch viele ältere Menschen mit kleiner Rente müssen inzwischen jeden Euro zweimal umdrehen. Umso wichtiger ist es, alle Ansprüche zu kennen – zum Beispiel das Wohngeld.
Viele Anspruchsberechtigte verzichten auf ihr gutes Recht – und damit auf bares Geld, das helfen soll, gestiegene Lebensmittel-, Wohn- und Energiekosten besser abzufedern. Dabei kann sich ein genauer Blick lohnen: Seit 2025 wurde das Wohngeld deutlich erhöht. Auch die Einkommensgrenzen wurden angepasst, sodass inzwischen mehr Menschen anspruchsberechtigt sind. Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss zu den Wohnkosten – sowohl für Mieter:innen als auch für selbstnutzende Eigentümer:innen – und muss nicht zurückgezahlt werden.
Ein Beispiel:
Eine alleinstehende Rentnerin mit rund 1250 Euro monatlicher Rente und einer Kaltmiete von etwa 650 Euro zuzüglich rund 180 Euro für Heiz- und Nebenkosten kann – je nach Einzelfall – Anspruch auf etwa 120 bis 280 Euro Wohngeld im Monat haben.
Trotzdem scheuen viele die Antragstellung. Formulare, Nachweise und unklare Zuständigkeiten schrecken ab. Genau hier setzt SoVDigital, das neue digitale Angebot des SoVD Hamburg, an. Die Online-Sozialberatung (www.sovd-hh.de/) führt Schritt für Schritt durch den Prozess: von der ersten Einschätzung über die Prüfung des Anspruchs bis hin zum fertig ausgefüllten Antrag. Auch Nicht-Mitglieder können ab sofort ihre Ansprüche online prüfen. Das Prinzip ist einfach: Nutzer:innen geben ihre Daten ein oder laden Unterlagen hoch – etwa als Foto vom Smartphone. Die Angaben werden anschließend geprüft. So lässt sich zum Beispiel beim Thema Wohngeld schnell klären, ob ein Anspruch besteht oder gegebenenfalls eine andere Leistung, zum Beispiel Grundsicherung im Alter, passender ist. Mitglieder haben anschließend die Möglichkeit, sich den vollständigen Antrag herunterzuladen, der nur noch beim Amt eingereicht werden muss.
„Mit digitalen Angeboten bauen wir Hürden ab und erleichtern den Zugang zu sozialen Leistungen für viele deutlich“, sagt Klaus Wicher, Vorsitzender des SoVD Hamburg. „Im Sinne der Teilhabe bleibt bei uns das persönliche Beratungsgespräch aber weiterhin möglich.“ Feststeht für Wicher: „In Zeiten steigender Preise sollte niemand auf Unterstützung verzichten, die ihm zusteht. Ob online oder im persönlichen Gespräch – es lohnt sich, den eigenen Anspruch prüfen zu lassen.“
- Alle Fragen rund um die Themen Wohngeld und Online-Sozialberatung SoVDigital beantwortet der SoVD unter Telefon: 040/611 60 70, E-Mail: info@sovd-hh.de und www.sovd-hh.de.
- SoVDigital: www.sovd-hh.de/sovdigital
Text: Nicola Timpe/SoVD
Weitere Beiträge
Freizeit
Wohin soll es 2027 gehen?
Stimmen Sie jetzt über die neuen SeMa-Reisen ab! Wohin möchten Sie im kommenden Jahr mit uns reisen? Nach Groningen oder St. Peter-Ording?…
Das bewegt mich
„Mahlzeiten sind mehr als Nahrungsaufnahme“
Prof. Dr. Margit Bölts (IU Internationale Hochschule) über gemeinsame Mahlzeiten als Schutz vor Einsamkeit im Alter. Mehr als jede dritte Person ab…
