
Fotos: Leben im Abseits e. V.
Wenn ich mir etwas wünschen könnte, dann wäre es eine Wohnung.“ Diesen Satz hören wir oft in unserer Vereinsarbeit. Nach einer offiziellen Erhebung des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen leben rund 3800 Menschen in Hamburg auf der Straße – Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Frauen und Männer. Schicksalsschläge, gesundheitliche oder finanzielle Probleme, zu geringe Renten oder steigende Mieten drängen sie in diese Situation. Strukturelle Hürden machen es schwer, wieder ins Regelsystem zurückzufinden.
Der Verein Leben im Abseits e. V. setzt sich für diese Menschen ein. Mit Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit bauen wir Vorurteile ab und sensibilisieren für die gravierendste Form von Armut in einem reichen Land wie Deutschland. Wir gehen in Schulen und Universitäten, geben Seminare und Workshops und veranstalten Events für Bürger*innen und Bedürftige. Ergänzend bieten wir direkte Hilfe:
Im Projekt „Der Schritt Vorwärts – Ein Weg aus dem Abseits“ stellen wir im Hotel Schanzenstern in Altona fünf Zimmer nach dem Housing-First-Prinzip zur Verfügung. So finden Menschen schnell Ruhe und Privatsphäre, um ihre Probleme anzugehen. Bereits 35 Teilnehmende konnten wir dauerhaft in gesicherten Wohnraum vermitteln. Seit diesem Jahr sind wir zudem für acht Wohnungen im Trinitatis-Quartier Altona zuständig – ein wichtiger nächster Schritt.
Begonnen hat alles mit Interviews im „Café mit Herz“. Dort hat Susanne Groth sich mit den Besucherinnen und Besuchern über ihr Leben und ihre Wünsche unterhalten. Die Kontakte hat sie genutzt, um den Verein „Leben im Abseits“ zu gründen. Ihr Buch „Unter dem Radar“ und der Bildband „Abseits“ finden Sie auf unserer Website.
Wir freuen uns, wenn Sie eine unserer Veranstaltungen besuchen oder unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen, damit wir obdachlosen Menschen in Hamburg weiterhin helfen können.
Sie möchten Ihren Verein vorstellen? Kontaktieren Sie uns: vereinsmeierei@senioren-magazin-hamburg.de
Text: Leben im Abseits e. V.
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