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Korallen und ihre Riffe zu schützen geht uns alle an

Korallen und ihre Riffe zu schützen geht uns alle an

Aus dem SeMa Juni 2025 · Beitrag · 3 Minuten

Korallen sind kleine Nesseltiere, die in Kolonien leben und Riffe bilden. Diese Riffe sind für sehr viele Meeresbewohner wie kleine Fische, Schildkröten und wirbellose Wesen Lebensraum, Brutstätte und auch Nahrung. Sie sind wichtige Bestandteile des Ökosystems der Meere und schützen auch Küsten vor Sturmfluten, Erosionen und sind für die Fischerei und den Tourismus lebenswichtig. Mutter Natur schuf mit den Korallenriffen unwirklich schöne Gemälde, deren Zauber im Detail zu finden ist. Von den Geschöpfen, die in allen Farben erstrahlen, wurden von Forschern bisher circa 700 unterschiedliche Arten entdeckt. Die Meere sind die Quelle des Lebens. Etwa 78 Prozent der tierischen Biomasse befinden sich in den Weltmeeren, in denen mehr als zwei Millionen Tierarten leben. Die Ozeane sind das größte zusammenhängende Ökosystem der Welt. Sie nehmen rund 71 Prozent der Erdoberfläche ein.

All diese Schönheiten und Wesen, die unter Wasser leben, zu schützen ist Aufgabe der Menschen. Mit diesem wichtigen Thema befasst sich zurzeit die Ausstellung „KORALLEN“ im INTERNATIONALEN MARI-TIMEN MUSEUM HAMBURG und dauerhaft auch der TIERPARK HAGENBECK im TROPEN-AQUA-RIUM. Neben den Frei-und Streichelgehegen findet man im Tierpark in Hamburg im auf 800 Quadratmetern Vögel, Krokodile, Kattas und eindrucksvolle Aquarien mit kleinen und großen Fischen und Nesseltieren. Das 10 Meter lange Korallenbecken beherbergt 50 Korallen und 100 Fischarten. Es ist mit 57 000 Liter Wasser das größte in Deutschland. Fasziniert stehen oder sitzen die Besucher lange vor dieser Wunderwelt. HAGENBECK betreibt auch eine Korallenschule, in der bedrohte Arten gezüchtet und weltweit abgegeben werden. Zusammen mit der Non-Profit-Organisation SECORE setzt sich die Stiftung des Tierparks für den Erhalt der Korallenriffe ein. Aufgrund des Klimawandels und der Verschmutzung der Meere sagen Studien voraus, dass Korallenriffe innerhalb weniger Jahrzehnte aussterben könnten. Jedes Jahr gelangen Millionen Tonnen Plastikmüll in die Meere. Aber auch Tankerunfälle, Bohrungen und das tägliche Betanken von Schiffen führen zu Ölverschmutzungen, die schädliche Auswirkungen auf die Meeresbewohner haben. Es ist fünf vor zwölf, und wir Menschen müssen handeln, bevor es zu spät ist.

Auch das INTERNATIONALE MARITIME MU-SEUM HAMBURG nimmt sich mit einer Sonderausstellung mit dem Titel ,,KORALLEN-FARBENSPIEL IN KUNST UND WISSENSCHAFT“ noch bis zum 10. August dieses Themas an und erklärt dazu: ,,Man kann sich gar nicht sattsehen an diesem Farbenspiel. Auf Deck eins des Kaispeichers B in der HafenCity werden neben echten Korallen meterhohe Korallenriffe aus filigraner Handarbeit präsentiert. Zentrales Exponat ist das ,Baden-Baden Satellite Reef’ ein von 4000 Menschen gehäkeltes Korallenriff. Man muss die Kunstwerke mit insgesamt 40 000 gehäkelten Korallen sehen, um die Dimensionen und die Facetten zu erfassen. Präparate und beschlagnahmte Schmuckstücke aus der Sammlung des Museums der Natur dokumentieren die natürliche Schönheit, verweisen aber auch auf den wissenschaft lichen Hintergrund der Ausstellung. Sie thematisiert die ökologische Bedeutung und Gefährdung dieser einzigartigen Organismen.“

Diese sehr interessante und sehenswerte Ausstellung zeigt auch Filme und andere Medien, die sich mit der Thematik der Korallen befassen und auf das Sterben der Korallenriffe aufmerksam machen.

TIERPARK HAGENBECK

Lokstedter Grenzstraße 2 in 22527 Hamburg; Eintritt für das Tropen-Aquarium: Erwachsene 25 Euro, Kinder 17 Euro. Weitere Informationen unter www.hagenbeck.de

INTERNATIONALES MARITIMES MUSEUM Hamburg

Koreastraße 1 in 20457 Hamburg; Eintritt für alle 9 Etagen des Museums: Erwachsene 18, Schülerinnen und Schüler, Rentnerinnen und Rentner, Studierende, Schwerbehinderte und Erwerbslose 13 Euro. Weitere Informationen unter: www.imm-hamburg.de

Text: Marion Schröder, Internationales Maritimes Museum Hamburg, Hagenbecks Tierpark