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Symbolische Darstellung von Gesundheit mit Herz und medizinischen Icons.

Gesundheitskompetenz – wie wichtig ist sie in unserem Alltag?

Aus dem SeMa Februar 2026 · Beitrag · 3 Minuten

Fotos: Rudolf Müller, Pixabay

„Gesundheit ist der größte Reichtum“, sagte schon der römische Dichter und Epiker Vergil (auch Virgil), der vom Jahr 70 vor bis 19 vor Christi lebte. Gilt dies nicht bis heute? Neuerdings wird dieser Reichtum deshalb als „Statussymbol Gesundheit“ formuliert.

„Gesundheitskompetenz“ umfasst das Wissen, die Motivation und unsere Fähigkeit, maßgebliche Gesundheitsinformationen zu suchen, zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und auch im Alltag anzuwenden. Es geht also darum, uns im besten Sinne gesund zu erhalten, Krankheiten vorzubeugen und sie, in allen Lebensphasen, aber besonders im Alter, zu bewältigen.

Doch ‚gesundheitlicher Analphabetismus kennzeichnet gegenwärtig den Allgemeinzustand eines großen Teils der deutschen Bevölkerung. Nur 44 Prozent haben ein Wissen, das dem zugänglichen Wissensstand unserer Gesellschaft entspricht (laut „Ärzteblatt“ vom 9.10.2025). Mehr als 50 Prozent unserer Bevölkerung nehmen ihr Gesundheitswissen und seine Anwendung nur als sehr eingeschränkt oder unzureichend wahr (laut Robert Koch-Institut Berlin und dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, Köln). Darunter fallen besonders Ältere, chronisch Kranke und Menschen mit einem niedrigen Bildungs- und/oder Einkommensstatus.

Dabei können hier Wissens- und Informationssendungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Fernsehen Abhilfe schaffen: Etwa Sendungen wie „Visite“ (NDR), „DOC Fischer“ (WDR) und „ARD Wissen“. Das dort wöchentlich seriös präsentierte Wissen rund um die Gesundheit, und wie sie (wiederzuerlangen ist, motiviert uns, die eigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren und damit neue Kräfte zu entfalten: durch mehr Informiertheit, eine Haltung der Entschlossenheit, selbst entwickelte, zu einem passende Rituale und eine Portion Mut, Hoffnung und Zuversicht.

Abraten möchte ich von sogenannten Informationsquellen in den sozialen Medien wie oberflächliche Influencer-Kanäle, von Werbeträgern gesponsert, oder verdeckte Aufklärungsartikel, die eigentlich geschickte Werbebotschaften für bestimmte Produkte sind, und oftmals völlig wirkungslos schnelle Gesundung oder stabile Gesundheit versprechen. Auch in populärwissenschaftlichen Fachbüchern, auf seriösen Gesundheitsseiten im Internet, in Fachzeitschriften oder der „Apotheken-Rundschau“ werden alle wichtigen Fragen zur Gesundheit einem breiten Publikum zur Verfügung gestellt. Vorteil: Man kann diese in seinem eigenen Tempo lesen und auch wiederholt lesen!

In den nächsten Ausgaben des SeMa werde ich zu den wichtigsten Themen, die unsere Gesundheit und damit auch Ihre „Gesundheitskompetenz“ ausmachen, Informationen und Tipps geben: gesunde Ernährung, körperliche Fitness, mentale Fitness, Immunfitness, erholsamer Schlaf, Stress und Entspannung. Ich möchte Ihnen nahebringen, wie Sie Gesundheits- und Krankheitssymptome deuten, Gesundheitsinformationen in den sozialen Medien, die Sie manchmal überfluten, werten und einordnen können, Impfentscheidungen besser treffen und wie Sie über die Bedeutung des für Sie richtigen Sports und Ihrer alltäglichen Bewegungsaktivitäten Bescheid wissen. Gesundheit ist in vielen Bereichen beeinflussbar, und Sie selbst haben einen entscheidenden Anteil daran, Ihre Gesundheit zu erhalten bzw. diese Schritt für Schritt wiederzuerlangen.

Eugen Roth (1895–1976) formulierte folgenden humorvollen Spruch: „Was bringt den Doktor um sein Brot? a) die Gesundheit, b) der Tod. Drum hält der Arzt, auf dass er lebe, uns zwischen beiden in der Schwebe.“

Rudolf F. Müller: Seit 1973 begeistert ihn das Thema Gesundheit. Zunächst als Ingenieur tätig, praktizierte er parallel dazu das therapeutische Yoga nach Krishnamacharya. Von den Wirkungen auf seinen Körper begeistert, kam er zur ganzheitlichen Gesundheit. Er absolvierte zahlreiche gesundheitsrelevante Ausbildungen sowie das Studium Gesundheitsmanagement und Prävention. Seit 2000 arbeitet Müller freiberuflich als Präventologe in der individuellen Gesundheitsberatung, hält Vorträge und engagiert sich besonders für die Generation 60plus.

Text: Rudolf F. Müller