
Fotos: BBC/Number 9 Films
An einem Tag im Jahr 2013 stehen Gerichtsvollzieher vor der Tür von Raynor (Gillian Anderson, „Akte X“) und Moth (Jason Isaacs, „Harry-Potter-Filme“). Weg ist der kleine Bauernhof in Wales, den das Paar in den 50ern in eine Touristenunterkunft umgewandelt hatte und mit dem sie ihren Lebensunterhalt verdienen. Weg ist das Haus, in dem sie 20 Jahre lang gelebt und ihre beiden Kinder großgezogen hatten. Sie verlieren alles. In derselben Woche erfährt Moth, dass er an einer unheilbaren degenerativen Krankheit leidet.
Was sollen sie tun? Aus einer Mischung aus Verzweiflung und Not heraus beschließen sie, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und sich auf den berühmten Südwestküstenweg zu begeben. Dieser erstreckt sich über 1013 Kilometer von Minehead über Land’s End an der Südspitze Englands bis nach Poole Harbour. Jeder einen Rucksack, zu dünne Schlafsäcke, ein Zelt, das sie gebraucht im Internet gekauft hatten, einen Kocher und eine Ausgabe des „Beowulf“ in der Übersetzung des Dichters Seamus Heaney …

Wer auf Südwestengland steht und schöne Landschaftsaufnahmen von dort mag, kommt bei dem britischen Film „Der Salzpfad“ (OT: The Salt Path“, Regie: Marianne Elliott) voll auf seine Kosten. Knapp zwei Stunden lang umrahmen die beeindruckenden Küstenaufnahmen die Handlung. „Der Salzpfad“ ist eine Erzählung über Heilung und Wiedergeburt, die auf eine außergewöhnliche Reise durch erhabene Landschaften mitnimmt. Am Zielort ist der Film sowohl ein Liebesbrief als auch ein Zeugnis der Resilienz. Eine Ode an die Natur und das Leben im Freien. Eine Erinnerung an den Kreislauf von Leben und Tod, von dem jeder von uns ein Teil ist.

Der Film „Der Salzpfad“ startet am 17. Juli in den Kinos.
Text: SeMa Redaktion
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