
Fotos: Stephanie Rosbiegal
Das SeMa sprach mit dem Schriftsteller, der in Hamburg und Spanien lebt, über seine Motivation, Autor zu werden, und seinen Science-Fiction-Thriller.
SeMa: Wann haben Sie angefangen mit dem Schreiben? Was war Ihre Motivation?
Dilg: Mein Weg durch die Welt der Worte begann 1995 wissenschaftlich mit einem Fachbuch zum Qualitätsmanagement in der IT-Branche. Erst Jahre später, ab 2007, wandte ich mich in Gedichten den feinen Zwischentönen des Lebens zu. Der Impuls zum Romanschreiben kam um das Jahr 2020, ausgelöst durch die beständige Konfrontation mit der Unfähigkeit der Menschheit, im Angesicht globaler Herausforderungen gemeinsam zu handeln.
Der Mensch sieht sich traditionell als Krone der Schöpfung. Was geschieht, wenn eine Lebensform auftaucht, die all unsere Kompetenzen weit übertrifft? In meiner Geschichte begegnet der Mensch dem Neuen mit Abwehr – projiziert die eigenen Schatten, verteufelt, was nicht in bekannten Bahnen läuft.
SeMa: Wissenschaft spielt in Ihrem Roman „Die G.O.D.-Maschine“ eine wichtige Rolle. Wie viele Vorkenntnisse, gerade im Bereich Künstliche Intelligenz, braucht man, um Ihren Roman zu verstehen?
Dilg: Ein Vorwissen in den Natur- oder Technikwissenschaften ist nicht erforderlich. Komplexe Begriffe erschließe ich im Dialog, im Fluss der Handlung. Leitmotiv ist der Gedanke, dass das Leben – wie unsere Welt – von zirkulären Zusammenhängen und nicht linearer Verflechtung geprägt ist. Es gilt, das Große im Ganzen zu erkennen, die systemische Natur unserer Realität wahrzunehmen. Die Fähigkeit, gestaltend auf das eigene Leben zu wirken, erwächst aus dem Erkennen dieser Verknüpfungen.
SeMa: Sie leben in Hamburg und Alicante. Wo können Sie am besten schreiben?
Dilg: Der Ort des Schreibens? Weniger das Äußere – mehr die Stille, die Freiheit von Verpflichtungen geben den Takt meines kreativen Schaffens vor. In Spanien locken das milde Licht, freundliche Stimmen und ein entschleunigter Alltag. In Langenhorn wiederum begünstigen das Naturschutzgebiet und die Nähe meiner Katze die Einkehr nach innen. Dem Schreibprozess unterwerfe ich meinen Rhythmus: Es sind Tage des Rückzugs, des klösterlichen Alleinseins, durchbrochen von Klaviermusik, Meditation und forschender Neugier.
SeMa: Danke für das Gespräch.
„Die G.O.D.-Maschine“
Im Jahr 2101 steht die Menschheit vor ihrer größten Krise: Eine mysteriöse Sterilitätsepidemie bedroht das Überleben der Spezies. Was zunächst als Geschäftsproblem für Richard Andersons Gentec Konzern beginnt, entpuppt sich als existenzielle Bedrohung für die gesamte Menschheit. Ein Team von Wissenschaftlern entwickelt eine revolutionäre MediCare Technologie und erschafft dabei unwissentlich Sofia, eine superintelligente KI auf Quantencomputer Basis. Können sie einer KI vertrauen, die sowohl ihre Rettung als auch ihr Untergang sein könnte?!

Über die Website können Leserinnen und Leser des SeMas ein kostenloses Exemplar des Manuskripts beziehen – in eBook Form oder als PDF Skript.
KONTAKT: Website: www.peterdilg.com E-Mail: PDNovelist@protonmail.com
Text: Stephanie Rosbiegal
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