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Unter den klassischen fünf Sinnen Hören, Riechen, Sehen, Schmecken und Fühlen hat unser Auge einen besonderen Stellenwert und ist damit unser wichtigstes, komplexestes Sinnesorgan. Eine klare, gute Sicht ist entscheidend für eine hohe Lebensqualität. An diesem guten Sehen sind im Auge viele Bausteine beteiligt. Ein zentraler Baustein ist eine bestimmte Stelle der Netzhaut, an der die Lichtstrahlen gebündelt werden. Diese Stelle nennt man den „gelben Fleck“, die Makula. Sie stellt nur circa zwei Prozent der Netzhaut dar, aber sie ist wichtig für unsere Fähigkeit zu lesen. Die anderen circa 98 Prozent bilden das Gesichtsfeld, den Bereich, wo man seine Umwelt erkennt, ohne den Kopf oder die Augen zu bewegen. Die Netzhaut gilt als Fenster zum Gehirn und eventuell auch als Fenster zur Seele.
Sie nimmt bis zu 80 Prozent aller Sinneseindrücke wahr und kann uns am besten vor Gefahren schützen. In einer Sekunde werden mehr als zehn Millionen Informationen aufgenommen und an das Gehirn weitergegeben. Wenn wir unser Auge mit einer Kamera vergleichen, regelt die Pupille den Einfall des Lichtes, vergleichbar mit der Blende, die Linse stellt das Bild scharf, wie das Objektiv der Kamera. Und genau diese Linse unterliegt dem Alterungsprozess. Sie führt meistens im Alter jenseits der 60 zu einem verschlechterten Sehen (Grauer Star) und muss mit fortschreitendem Alter bei einer OP des Grauen Stars durch eine Kunstlinse ersetzt werden.
„Doch lieber beugt der Mensch, der Tor, sich vor der Krankheit, als ihr vor.“ Eugen Roth, deutscher Lyriker 1895–1976
Ein weiteres Risiko besteht durch den sogenannten Grünen Star, der als Glaukom-Anfall auftreten kann. Dieser Notfall tritt mit der Gefahr ein zu erblinden. Beide unsere Lebensqualität gravierend einschränkenden Veränderungen können durch regelmäßige Untersuchungen beim Augenarzt verhindert werden. Gehen Sie optimistisch und vertrauensvoll mindestens einmal im Jahr zu ihm, auch dann, wenn Ihre Krankenkasse die Bezahlung nicht übernimmt (IGEL-Leistung). Nicht nur der TÜV für Ihr Auto sollte in Ihrem Terminkalender stehen, sondern auch die Vorsorgeuntersuchungen in Ihrer Hausarztpraxis und bei den entsprechenden Fachärzten.

Seit 1973 begeistert ihn das Thema Gesundheit. Zunächst als Ingenieur tätig, praktizierte er parallel dazu das therapeutische Yoga nach Krishnamacharya. Von den Wirkungen auf seinen Körper begeistert, kam er zur ganzheitlichen Gesundheit. Er absolvierte zahlreiche gesundheitsrelevante Ausbildungen sowie das Studium Gesundheitsmanagement und Prävention. Seit 2000 arbeitet Müller freiberuflich als Präventologe in der individuellen Gesundheitsberatung, hält Vorträge und engagiert sich besonders für die Generation 60 plus.
Text: Rudolf F. Müller, Präventologe
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