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Neue Spielzeiten an der Mundsburg und in Altona

Neue Spielzeiten an der Mundsburg und in Altona

Aus dem SeMa September 2025 · Beitrag · 2 Minuten

Ernst Deutsch Theater

Nach 30 Jahren bekommt das Ernst Deutsch Theater (EDT) ab dieser Spielzeit eine neue künstlerische Leitung. Isabella Vértes-Schütter hat die Intendanz von Deutschlands größter privater Sprechbühne an Ayla Yeginer und Daniel Schütter übergeben. Sie werden an die Werte des Traditionshauses anknüpfen und es gleichzeitig um einige Neuerungen erweitern.

Zukünftig werden die Produktionen nicht mehr circa vier Wochen am Stück gezeigt, sondern ganzjährig in meistens vier Blöcken à fünf bis sieben Vorstellungen. So entsteht mehr Flexibilität für das Theater und die Zuschauerinnen und Zuschauer. Das Theater spielt mit einem elfköpfigen festen Ensemble und holt sich nach Bedarf Gäste ans Haus.

Los geht es mit „Dantons Tod“ von Georg Büchner. Premiere ist am 11. September. Gleich zwei Wochen später startet „Frankenstein“ nach Mary Shelley. Im November ist dann das Erfolgsstück „Dienstags bei Morrie“ mit Charles Brauer erneut am EDT zu sehen. Auch Ballett und Poetry Slam wird man weiterhin auf der Bühne des EDT erleben können.

Das Theater an der Mundsburg soll zudem zum Treffpunkt werden. In Zukunft kann man schon tagsüber ins Theater kommen, um Kaffee zu trinken, Freunde zu treffen oder einfach um ein Buch zu lesen.

Altonaer Theater

Axel Schneider ist seit 30 Jahren Intendant des Hauses. Seit 18 Jahren hat das Altonaer Theater das Motto „Wir spielen Bücher“, und getreu diesem Motto stehen in der kommenden Spielzeit „Der Untertan“ von Heinrich Mann, „Man kann auch in die Höhe fallen“ von Joachim Meyerhoff und „Der alte Mann und das Meer“ von Ernest Hemingway auf dem Spielplan. Letzteres in Kooperation mit dem Theater Lindenhof aus Melchingen, das sich durch beeindruckende Aufführungen bei den Privattheatertagen in Hamburg einen Namen gemacht hat. Mit „Achtsam morden durch bewusste Ernährung“ geht die erfolgreiche Reihe der „Achtsam morden“-Bücher von Karsten Dusse weiter.

Ein besonderes Highlight zum Beginn der Spielzeit ist „Black Rider“ unter der Regie vom Oberspielleiter des Theaters Georg Münzel. Er hat 1997 den Wilhelm in einer Inszenierung in Nürnberg gespielt. „Ich freue mich, dass wir uns das trauen“, sagte Münzel auf der Spielplanpressekonferenz. Er sei in nervöser Vorfreude. Denn dem Publikum wird die legendäre Aufführung im Thalia Theater von 1990 im Gedächtnis sein. Münzel hat für Altona einen anderen Zugang zum Stoff gesucht – die Inszenierung spielt auf dem Rummelplatz und wird bunt.

Auch auf die Bühne Cipolla kann sich das Publikum freuen. Das Figurentheater tritt im Oktober und November auf der Altonaer Bühne auf.

Text: SeMa Redaktion