{"id":31894866,"date":"2026-11-01T09:00:00","date_gmt":"2026-11-01T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/?p=31894866"},"modified":"2026-11-03T12:17:57","modified_gmt":"2026-11-03T11:17:57","slug":"vom-wintermarkt-zum-weihnachtszauber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/artikel\/vom-wintermarkt-zum-weihnachtszauber\/","title":{"rendered":"Vom Wintermarkt zum Weihnachtszauber"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group container prose sema-artikel is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\" style=\"padding-top:2.5rem\">\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"662\" src=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/sema-november-2026-markt-1-1024x662.jpg\" alt=\"Vom Wintermarkt zum Weihnachtszauber\" class=\"wp-image-31894873\" srcset=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/sema-november-2026-markt-1-1024x662.jpg 1024w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/sema-november-2026-markt-1-300x194.jpg 300w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/sema-november-2026-markt-1-768x496.jpg 768w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/sema-november-2026-markt-1.jpg 1215w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph sema-bildnachweis\">Fotos: Magnific<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Duft von Gl\u00fchwein und gebrannten Mandeln, leuchtende Buden, Tannengr\u00fcn und Weihnachtsmusik: Weihnachtsm\u00e4rkte geh\u00f6ren heute so selbstverst\u00e4ndlich zum Advent wie Pl\u00e4tzchen und der geschm\u00fcckte Baum. Dabei ging es auf ihren Vorl\u00e4ufern weder um Romantik noch um einen gem\u00fctlichen Abend mit Freunden. Ihre Geschichte reicht bis ins sp\u00e4te Mittelalter zur\u00fcck und erz\u00e4hlt davon, wie aus einem notwendigen Markt vor dem Winter eines unserer beliebtesten Weihnachtsrituale wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Ende November auf Marktpl\u00e4tzen die ersten Buden \u00f6ffnen und Lichterketten die Innenst\u00e4dte erhellen, beginnt f\u00fcr Millionen Menschen die Weihnachtszeit. Weihnachtsm\u00e4rkte gibt es heute in beinahe jeder gr\u00f6\u00dferen Stadt und in unz\u00e4hligen kleineren Orten. Doch wer einige Jahrhunderte zur\u00fcckreist, w\u00fcrde die Vorl\u00e4ufer unserer heutigen Weihnachtsm\u00e4rkte kaum wiedererkennen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Mittelalter waren M\u00e4rkte vor allem eines: notwendig. Einkaufsm\u00f6glichkeiten waren begrenzt. Der Winter stellte die Menschen vor besondere Herausforderungen. Deshalb erlaubten Landesherren und St\u00e4dte zu bestimmten Zeiten besondere M\u00e4rkte, auf denen sich die Bev\u00f6lkerung mit Lebensmitteln und Dingen f\u00fcr die kalte Jahreszeit eindecken konnte. H\u00e4ndler und Handwerker kamen zusammen und boten Fleisch, Stoffe, K\u00f6rbe, Werkzeuge und andere Waren an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Lichterglanz, Weihnachtsmusik und Gl\u00fchwein konnte keine Rede sein. Der Markt erf\u00fcllte zun\u00e4chst einen ganz praktischen Zweck.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"margin-top:2rem;margin-bottom:0.75rem\">Ein Markt f\u00fcr den Weihnachtsbraten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einer der ber\u00fchmtesten fr\u00fchen Vorl\u00e4ufer heutiger Weihnachtsm\u00e4rkte entstand in Dresden: Im Jahr 1434 erteilten Kurf\u00fcrst Friedrich II. und sein Bruder Herzog Sigismund der Stadt das Recht, kurz vor dem Heiligen Abend einen freien Markt abzuhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der erste Dresdner Striezelmarkt war allerdings etwas v\u00f6llig anderes als das wochenlange Adventsereignis unserer Tage. Er dauerte nur einen Tag und diente zun\u00e4chst vor allem als Fleischmarkt. Nach den vorweihnachtlichen Fastentagen konnten sich die B\u00fcrger dort mit dem Festtagsbraten versorgen. Doch der Markt war erfolgreich. Nach und nach kamen weitere H\u00e4ndler und Waren hinzu. Handwerker verkauften ihre Erzeugnisse, und auch Lebensmittel, die nicht allein der notwendigen Versorgung dienten, wurden wichtiger.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"534\" height=\"348\" src=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/sema-november-2026-markt-plaetzchen.jpg\" alt=\"Vom Wintermarkt zum Weihnachtszauber\" class=\"wp-image-31894874\" srcset=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/sema-november-2026-markt-plaetzchen.jpg 534w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/sema-november-2026-markt-plaetzchen-300x196.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seinen heutigen Namen verdankt der Striezelmarkt einem Geb\u00e4ck. \u201eStrutzel\u201c oder \u201eStriezel\u201c bezeichnete ein l\u00e4ngliches Hefegeb\u00e4ck, aus dem sich sp\u00e4ter der ber\u00fchmte Dresdner Christstollen entwickelte. Aus dem Markt f\u00fcr den Festtagsbraten war allm\u00e4hlich ein Markt geworden, auf dem auch weihnachtliche Gen\u00fcsse eine Rolle spielten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"margin-top:2rem;margin-bottom:0.75rem\">Als Weihnachten zum Fest der Geschenke wurde<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine entscheidende Ver\u00e4nderung brachte die Reformation im 16. Jahrhundert: Geschenke f\u00fcr Kinder waren bis dahin besonders mit dem Nikolaustag am 6. Dezember verbunden. In protestantischen Gebieten gewann stattdessen das Christkind als Gabenbringer an Bedeutung, und die Bescherung verlagerte sich st\u00e4rker auf Weihnachten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ver\u00e4nderte auch die M\u00e4rkte. Nun wurden in der Zeit vor Weihnachten zunehmend Dinge angeboten, die sich als Geschenke eigneten: Spielzeug, Puppen, Holzarbeiten, S\u00fc\u00dfigkeiten und andere kleine Kostbarkeiten. Aus dem Markt zur Versorgung vor dem Winter entwickelte sich immer st\u00e4rker ein Markt f\u00fcr das Weihnachtsfest. Besonders deutlich l\u00e4sst sich diese Entwicklung in N\u00fcrnberg beobachten: Die Wurzeln des dortigen Christkindlesmarktes werden in der Reformationszeit im 16. Jahrhundert gesehen. Ein historischer Nachweis eines \u201eKindles-Marck\u201c stammt aus dem 17. Jahrhundert. Handwerker wie Lebk\u00fcchner, Buchbinder, Puppenmacher und Holzschnitzer boten dort ihre Waren an. Aus einem zun\u00e4chst wenige Tage dauernden Markt wurde schlie\u00dflich ein mehrw\u00f6chiges Ereignis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Interessant ist dabei schon der Name: Weihnachtsmarkt, Christmarkt, Christkindlmarkt oder Christkindlesmarkt. Bis heute haben sich regional unterschiedliche Bezeichnungen erhalten. Gemeinsam ist ihnen die Verbindung von Handel und Weihnachtsfest.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"margin-top:2rem;margin-bottom:0.75rem\">Spielzeug, Lebkuchen und Handwerkskunst<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large sema-klein\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"306\" height=\"384\" src=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/sema-november-2026-markt-nussknacker.jpg\" alt=\"Vom Wintermarkt zum Weihnachtszauber\" class=\"wp-image-31894875\" srcset=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/sema-november-2026-markt-nussknacker.jpg 306w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/sema-november-2026-markt-nussknacker-239x300.jpg 239w\" sizes=\"auto, (max-width: 306px) 100vw, 306px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Je st\u00e4rker sich das Schenken zu Weihnachten verbreitete, desto vielf\u00e4ltiger wurde das Angebot auf den M\u00e4rkten. Besonders Handwerker profitierten davon. Holzschnitzer, Spielzeugmacher, Kerzenzieher, T\u00f6pfer und andere Gewerke fanden hier ihre Kundschaft. Vieles, was wir heute als traditionellen Weihnachtsschmuck kennen, war eng mit bestimmten Regionen und ihren Handwerkstraditionen verbunden. Im Erzgebirge entstanden beispielsweise Figuren, Pyramiden, Nussknacker und Schwibb\u00f6gen. N\u00fcrnberg war f\u00fcr Lebkuchen und Spielzeug bekannt. Andere Regionen entwickelten ihre eigenen Spezialit\u00e4ten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit \u00e4nderte sich auch die Funktion der M\u00e4rkte: Die Menschen kamen nicht mehr ausschlie\u00dflich, weil sie etwas ben\u00f6tigten. Sie kamen zunehmend, um zu schauen, auszuw\u00e4hlen und sich auf Weihnachten vorzubereiten. Der Weihnachtsmarkt wurde langsam zum Erlebnis.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"margin-top:2rem;margin-bottom:0.75rem\">Wann kam der Gl\u00fchwein?<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large sema-klein\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"448\" height=\"382\" src=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/sema-november-2026-markt-gluehwein.jpg\" alt=\"Vom Wintermarkt zum Weihnachtszauber\" class=\"wp-image-31894876\" srcset=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/sema-november-2026-markt-gluehwein.jpg 448w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/sema-november-2026-markt-gluehwein-300x256.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 448px) 100vw, 448px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute ist der Gl\u00fchwein vom Weihnachtsmarkt kaum wegzudenken. Zu dessen mittelalterlichen Urspr\u00fcngen geh\u00f6rte er allerdings noch nicht. Gew\u00fcrzte Weine kannte man zwar schon in der Antike, und im 19. Jahrhundert finden sich bereits Rezepte, die unserem heutigen Gl\u00fchwein sehr nahekommen. Wann genau der hei\u00dfe Gew\u00fcrzwein seinen festen Platz auf den Weihnachtsm\u00e4rkten fand, l\u00e4sst sich dagegen nicht auf ein bestimmtes Jahr festlegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einen interessanten Meilenstein gibt es aber: 1956 entwickelte der Augsburger Weinh\u00e4ndler Rudolf Kunzmann einen fertig gew\u00fcrzten Gl\u00fchwein, f\u00fcllte ihn in Flaschen ab und benannte ihn nach dem Augsburger Christkindlmarkt. Damit war die Verbindung sogar auf dem Etikett angekommen. Was einst mit gew\u00fcrztem Wein begonnen hatte, entwickelte sich im Laufe des 20. Jahrhunderts endg\u00fcltig zu einem der bekanntesten Weihnachtsmarktgetr\u00e4nke.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00c4hnliches gilt f\u00fcr viele Speisen, die wir heute automatisch mit Weihnachtsm\u00e4rkten verbinden: Gebrannte Mandeln, Lebkuchen, Bratwurst und andere Spezialit\u00e4ten kamen je nach Region und Zeit hinzu. So entstand \u00fcber Jahrhunderte jene Mischung, die bis heute funktioniert: etwas kaufen, etwas essen, etwas trinken. Und dabei Menschen treffen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"margin-top:2rem;margin-bottom:0.75rem\">Vom Einkaufsort zum Treffpunkt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im 19. Jahrhundert ver\u00e4nderte sich der Weihnachtsmarkt noch einmal. Die St\u00e4dte wuchsen, neue Gesch\u00e4fte entstanden, und die industrielle Produktion machte Waren leichter verf\u00fcgbar. Wer einen Topf, ein Kleidungsst\u00fcck oder ein Werkzeug ben\u00f6tigte, musste l\u00e4ngst nicht mehr auf einen besonderen Wintermarkt warten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit verlor der Markt einen Teil seiner urspr\u00fcnglichen wirtschaftlichen Funktion. Gleichzeitig gewann etwas anderes an Bedeutung: seine Atmosph\u00e4re. Weihnachten wurde im 19. Jahrhundert zunehmend zu dem Familienfest, wie wir es heute kennen. Der Weihnachtsbaum verbreitete sich, das Schenken gewann weiter an Bedeutung, und viele heute vertraute Br\u00e4uche wurden popul\u00e4rer. Die Weihnachtsm\u00e4rkte passten hervorragend in diese neue Weihnachtskultur. Nun ging man nicht mehr nur dorthin, um einzukaufen. Der Markt selbst wurde Teil des Festes.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"536\" height=\"345\" src=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/sema-november-2026-markt-karussell.jpg\" alt=\"Vom Wintermarkt zum Weihnachtszauber\" class=\"wp-image-31894877\" srcset=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/sema-november-2026-markt-karussell.jpg 536w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/sema-november-2026-markt-karussell-300x193.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 536px) 100vw, 536px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Beleuchtung ver\u00e4nderte die Atmosph\u00e4re: Wo fr\u00fcher Feuer, Fackeln und Kerzen Licht spendeten, er\u00f6ffneten Gas- und sp\u00e4ter elektrische Beleuchtung ganz neue M\u00f6glichkeiten. Aus einem winterlichen Handelsplatz konnte eine leuchtende Weihnachtskulisse werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"margin-top:2rem;margin-bottom:0.75rem\">Nicht immer eine Erfolgsgeschichte<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings verlief diese Entwicklung keineswegs geradlinig: Manche traditionellen Weihnachtsm\u00e4rkte verloren zeitweise an Bedeutung oder mussten ihren Standort wechseln. Neue Kaufh\u00e4user und moderne Einkaufsm\u00f6glichkeiten machten ihnen Konkurrenz. Auch politische Ereignisse hinterlie\u00dfen Spuren. Im 20. Jahrhundert wurden Traditionen teilweise politisch vereinnahmt. Der Zweite Weltkrieg brachte viele Weihnachtsm\u00e4rkte ganz zum Erliegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Kriegsende kehrten sie jedoch zur\u00fcck. In N\u00fcrnberg wurde der Christkindlesmarkt 1948 wieder er\u00f6ffnet. Sein Erscheinungsbild mit Lichtern, geschm\u00fcckten Stra\u00dfen und der feierlichen Er\u00f6ffnung durch das Christkind pr\u00e4gt den Markt in \u00e4hnlicher Form bis heute. W\u00e4hrend des Wirtschaftswunders wurden Weihnachtsm\u00e4rkte schlie\u00dflich zu einem immer selbstverst\u00e4ndlicheren Bestandteil der Adventszeit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"margin-top:2rem;margin-bottom:0.75rem\">Vom Marktplatz zum Millionenereignis<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large sema-klein\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"328\" height=\"328\" src=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/sema-november-2026-markt-sterne.jpg\" alt=\"Vom Wintermarkt zum Weihnachtszauber\" class=\"wp-image-31894878\" srcset=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/sema-november-2026-markt-sterne.jpg 328w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/sema-november-2026-markt-sterne-300x300.jpg 300w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/sema-november-2026-markt-sterne-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 328px) 100vw, 328px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seitdem hat der Weihnachtsmarkt eine erstaunliche Karriere gemacht: Aus einer urspr\u00fcnglich regionalen Tradition ist ein touristisches Ph\u00e4nomen geworden. Gro\u00dfe deutsche Weihnachtsm\u00e4rkte ziehen heute Besucher aus aller Welt an. Allein der N\u00fcrnberger Christkindlesmarkt verzeichnet in vielen Jahren mehr als zwei Millionen G\u00e4ste. Gleichzeitig hat sich die Saison verl\u00e4ngert: W\u00e4hrend historische M\u00e4rkte teilweise nur einen oder wenige Tage dauerten, beginnen heutige Weihnachtsm\u00e4rkte h\u00e4ufig bereits Ende November und bleiben bis kurz vor Weihnachten ge\u00f6ffnet. Manche sind sogar bis in die Tage nach dem Fest ge\u00f6ffnet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch das Angebot hat sich ver\u00e4ndert: Neben traditionellem Handwerk und regionalen Spezialit\u00e4ten stehen l\u00e4ngst internationale Speisen, Geschenkartikel und aufwendige Unterhaltungsprogramme. Mancher Weihnachtsmarkt gleicht inzwischen einem gro\u00dfen Volksfest. Und trotzdem hat sich in seinem Kern erstaunlich wenig ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph sema-autor\">Text: Jan Philipp Platenius<\/p>\n\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fotos: Magnific Der Duft von Gl\u00fchwein und gebrannten Mandeln, leuchtende Buden, Tannengr\u00fcn und Weihnachtsmusik: Weihnachtsm\u00e4rkte geh\u00f6ren heute so selbstverst\u00e4ndlich zum Advent wie Pl\u00e4tzchen und der geschm\u00fcckte Baum. Dabei ging es auf ihren Vorl\u00e4ufern weder um Romantik noch um einen gem\u00fctlichen Abend mit Freunden. 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