{"id":31894828,"date":"2025-12-01T09:00:00","date_gmt":"2025-12-01T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/relaunch.sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/?p=31894828"},"modified":"2026-10-16T09:20:37","modified_gmt":"2026-10-16T07:20:37","slug":"stress-wie-er-unseren-alltag-beeinflusst-und-was-wir-dagegen-tun-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/artikel\/stress-wie-er-unseren-alltag-beeinflusst-und-was-wir-dagegen-tun-koennen\/","title":{"rendered":"Stress \u2013 wie er unseren Alltag beeinflusst und was wir dagegen tun k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group container prose sema-artikel is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\" style=\"padding-top:2.5rem\">\n\n<p class=\"wp-block-paragraph sema-bildnachweis\">Fotos: Rudolf M\u00fcller, Pixabay<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eNicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern ihre Urteile und Meinungen \u00fcber die Dinge.\u201c Epiktet, griechischer Philosoph, 50 bis circa 138 n. Chr.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser Lebensstil wird leider nicht nur von uns selbst bestimmt, sondern auch von Faktoren, die als Stressoren Eu- und Disstress verursachen. Damit wird insbesondere der negative Disstress zum Bestandteil unseres Alltags. Stressoren sind zum Beispiel Verkehrsstau, versp\u00e4tete Busse und Bahnen, Krankheit, Armut, Schulden, Wohnungsnot, \u00c4rger mit Arbeitskollegen und Vorgesetzten, Arbeitslosigkeit, Partnerprobleme, der Spagat zwischen Beruf und Familie, die Pflege von Familienangeh\u00f6rigen, chronische \u00dcberforderung, die Hetze von Termin zu Termin, die Aufl\u00f6sung traditioneller Rollenverteilungen, die Erosion famili\u00e4rer Bindungen, r\u00e4umliche Enge sowie TV-, Internet- und Smartphone-Konsum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die daraus entstehenden k\u00f6rperlichen Stressreaktionen sind die Aktivierung des Gehirns, erh\u00f6hter Blutdruck und erh\u00f6hter Puls, reduzierter Speichelfluss, trockener Mund, Verdauungsst\u00f6rungen, erh\u00f6hter Blutzucker- und Cholesterinspiegel, verringerte Immunkompetenz und Schmerztoleranz, Libidoverlust, Impotenz, Zyklusst\u00f6rungen, Erweiterung der Bronchien, erh\u00f6hte Muskelspannung und Atemfrequenz und vieles mehr. Das wiederum f\u00fchrt zum Beispiel zu Frust, \u00c4rger, Angst, hastigem und verkrampftem Arbeiten, fehlender Erholung, Gereiztheit, fehlenden Pausen, Essen nebenbei und geringer Kreativit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinzu kommen pers\u00f6nliche Stressverst\u00e4rker wie Einzelk\u00e4mpfermentalit\u00e4t, unrealistische Erwartungen an andere Menschen, das Gef\u00fchl von Sinnlosigkeit und Einsamkeit, aber auch die selektive Wahrnehmung negativer Ereignisse oder Erfahrungen, Katastrophisieren, Personalisieren \u2013 also alles auf sich selbst beziehen \u2013 sowie das sogenannte \u201eMuss-Denken\u201c: Aus W\u00fcnschen werden absolute Forderungen. Aus dem Grundmuster der Stressreaktion \u2013 Angriff oder Flucht \u2013 werden Aggression und Angst. Auf der muskul\u00e4ren Ebene f\u00fchrt dies zu Zittern, Fu\u00dfwippen, Faustballen, Fingertrommeln, Z\u00e4hneknirschen, verzerrter oder starrer Mimik und Spannungskopfschmerz. In der Abw\u00e4rtsspirale wird aus zun\u00e4chst \u201eFeuer und Flamme\u201c das Ausgebranntsein \u2013 und als Tiefpunkt der Burn-out.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um das zu vermeiden, gilt es, die physische und psychische Erregung zu d\u00e4mpfen bzw. abzubauen und langfristig die eigenen Belastbarkeitsgrenzen zu erkunden und nicht zu \u00fcberschreiten. M\u00f6glich wird das durch gesunde und abwechslungsreiche Ern\u00e4hrung, erholsamen Schlaf, regelm\u00e4\u00dfige, in den Alltag integrierte Bewegungs- und Sportaktivit\u00e4ten. Den Tagesablauf mit ausreichenden Erholungs- und Entspannungsphasen zu strukturieren bedeutet, eine Balance zwischen Anspannung und Entspannung zu schaffen \u2013 ebenso wie die Pflege au\u00dferberuflicher und au\u00dferfamili\u00e4rer sozialer Kontakte, regelm\u00e4\u00dfiger Ausgleich durch Hobbys und Freizeitaktivit\u00e4ten und das Lernen, die kleinen Dinge des Alltags zu genie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Entspannungstechniken kann man Stress sehr erfolgreich abbauen. Ziel ist die Erreichung psychophysiologischer Entspannungsreaktionen. Sehr erfolgreich und leicht erlernbar ist die Progressive Muskelrelaxation (PMR) nach Jacobson. Das Grundprinzip besteht darin, dass nacheinander einzelne Muskelgruppen \u2013 zum Beispiel Arme, Beine oder Schultern \u2013 f\u00fcr einige Sekunden bewusst angespannt und anschlie\u00dfend deutlich l\u00e4nger entspannt und gelockert werden. Die Konzentration richtet sich dabei auf die Wahrnehmung der Empfindungen. Aber auch einfache Atem\u00fcbungen entspannen bereits. Und das Aus\u00fcben von Yoga, Tai Chi oder Qi Gong f\u00fchrt zu nachhaltiger innerer Balance.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large sema-klein\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"826\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-dezember-2025-stress-1-826x1024.jpg\" alt=\"Stress \u2013 wie er unseren Alltag beeinflusst und was wir dagegen tun k\u00f6nnen\" class=\"wp-image-31894279\" srcset=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-dezember-2025-stress-1-826x1024.jpg 826w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-dezember-2025-stress-1-242x300.jpg 242w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-dezember-2025-stress-1-768x952.jpg 768w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-dezember-2025-stress-1-1239x1536.jpg 1239w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-dezember-2025-stress-1.jpg 1291w\" sizes=\"auto, (max-width: 826px) 100vw, 826px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Rudolf F. M\u00fcller<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit 1973 begeistert ihn das Thema Gesundheit. Zun\u00e4chst als Ingenieur t\u00e4tig, praktizierte er parallel dazu das therapeutische Yoga nach Krishnamacharya. Von den Wirkungen auf seinen K\u00f6rper begeistert, kam er zur ganzheitlichen Gesundheit. Er absolvierte zahlreiche gesundheitsrelevante Ausbildungen sowie das Studium Gesundheitsmanagement und Pr\u00e4vention. Seit 2000 arbeitet M\u00fcller freiberuflich als Pr\u00e4ventologe in der individuellen Gesundheitsberatung, h\u00e4lt Vortr\u00e4ge und engagiert sich besonders f\u00fcr die Generation 60plus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph sema-autor\">Text: Rudolf M\u00fcller<\/p>\n\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fotos: Rudolf M\u00fcller, Pixabay \u201eNicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern ihre Urteile und Meinungen \u00fcber die Dinge.\u201c Epiktet, griechischer Philosoph, 50 bis circa 138 n. Chr. 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