{"id":31894734,"date":"2025-09-01T09:00:00","date_gmt":"2025-09-01T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/relaunch.sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/?p=31894734"},"modified":"2026-10-16T09:20:34","modified_gmt":"2026-10-16T07:20:34","slug":"krankenkasse-muss-fuer-gutes-hoeren-sorgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/artikel\/krankenkasse-muss-fuer-gutes-hoeren-sorgen\/","title":{"rendered":"Krankenkasse muss f\u00fcr gutes H\u00f6ren sorgen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group container prose sema-artikel is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\" style=\"padding-top:2.5rem\">\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"810\" src=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-september-2025-hoergeraet-1-1024x810.jpg\" alt=\"Krankenkasse muss f\u00fcr gutes H\u00f6ren sorgen\" class=\"wp-image-31894541\" srcset=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-september-2025-hoergeraet-1-1024x810.jpg 1024w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-september-2025-hoergeraet-1-300x237.jpg 300w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-september-2025-hoergeraet-1-768x607.jpg 768w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-september-2025-hoergeraet-1-1536x1214.jpg 1536w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-september-2025-hoergeraet-1.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph sema-bildnachweis\">Fotos: Pixabay<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn das zuzahlungsfreie H\u00f6rger\u00e4t nicht optimal arbeitet, m\u00fcssen die Betroffenen in die Tasche greifen und f\u00fcr ein besseres Ger\u00e4t dazu zuzahlen. Doch es gibt mehr Ausnahmen: \u201eHier ist die gute Nachricht \u2013 Krankenkassen m\u00fcssen im Zweifelsfall auch die teurere Variante bezahlen\u201c, berichtet Klaus Wicher, Hamburger SoVD-Vorsitzender.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bietet das neue Ger\u00e4t eine Verbesserung des Sprachverst\u00e4ndnisses um mindestens f\u00fcnf Prozent oder reduziert den St\u00f6rschall um mindestens zweieinhalb Prozent, muss die Kasse die Kosten tragen. Dies entschied das Landessozialgericht (LSG) Berlin-Brandenburg (Aktenzeichen: L 14 KR 129\/22).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Geklagt hatte eine Frau, die von ihrer Krankenkasse die Versorgung mit dem H\u00f6rsystem \u201eKINDuro 3410\u201c zum Preis von 3320 Euro beantragt hatte. Zuvor hatte ein H\u00f6rtest ergeben, dass die Kl\u00e4gerin mit der teureren Variante eine Verbesserung um f\u00fcnf Prozent bei der Stimmerkennung und zweieinhalb Prozent bei st\u00f6renden Umgebungsger\u00e4uschen wahrnahm.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Krankenkasse wollte allerdings nur den Festpreis f\u00fcr zuzahlungsfreie H\u00f6rger\u00e4te tragen und begr\u00fcndete dies damit, dass eine f\u00fcnfprozentige Verbesserung des H\u00f6rempfindens zu wenig sei. Damit habe die Kl\u00e4gerin keinen \u201ewesentlichen Gebrauchsvorteil\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies sah das LSG Berlin anders und berief sich darauf, dass auch Menschen mit H\u00f6reinschr\u00e4nkung das Recht auf einen m\u00f6glichst hohen \u201eAusgleich des Funktionsdefizits\u201c haben. Hilfsmittel zum Ausgleich von Behinderung seien nicht unbedingt auf die Minimalversorgung beschr\u00e4nkt, solange sie ausreichend, zweckm\u00e4\u00dfig und wirtschaftlich seien und nicht \u00fcber das Notwendige hinausgehen w\u00fcrden. \u201eEntscheidend bei der Auswahl eines H\u00f6rger\u00e4ts ist also das subjektive H\u00f6rempfinden und nicht der Preis\u201c, erkl\u00e4rt Wicher.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gut zu wissen:<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Kosten\u00fcbernahme auch \u00fcber Festbetrag hinaus: Krankenkassen m\u00fcssen h\u00f6herwertige H\u00f6rger\u00e4te \u00fcbernehmen, wenn diese einen deutlichen Gebrauchsvorteil bieten.<\/li>\n\n<li>Subjektives H\u00f6rempfinden z\u00e4hlt: Das subjektive H\u00f6rempfinden des Versicherten ist ein entscheidendes Kriterium.<\/li>\n\n<li>Beweislast: Kann der Versicherte nachweisen, dass ein h\u00f6herwertiges Ger\u00e4t einen deutlichen Vorteil bietet, muss die Krankenkasse die Kosten \u00fcbernehmen.<\/li>\n\n<li>Festbetr\u00e4ge sind nicht immer bindend: Die Festbetragsregelung soll zwar die Kostenkontrolle gew\u00e4hrleisten, darf aber nicht eine medizinisch notwendige Versorgung mit einem H\u00f6rger\u00e4t ausschlie\u00dfen.<\/li>\n\n<li>Berufliche Anforderungen: Wenn Versicherte beruflich auf eine gute H\u00f6rf\u00e4higkeit angewiesen sind, besteht eher die Notwendigkeit eines h\u00f6herwertigen Ger\u00e4ts, das die Krankenkasse dann tragen muss.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mitglieder des SoVD k\u00f6nnen sich kostenfrei zu allen Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung beraten lassen \u2013 und vieles mehr. Telefon: 040\/611 60 70, E-Mail: info@sovd-hh.de, www.sovd-hh.de<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph sema-autor\">Text: Susanne Rahlf\/SoVD<\/p>\n\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fotos: Pixabay Wenn das zuzahlungsfreie H\u00f6rger\u00e4t nicht optimal arbeitet, m\u00fcssen die Betroffenen in die Tasche greifen und f\u00fcr ein besseres Ger\u00e4t dazu zuzahlen. Doch es gibt mehr Ausnahmen: \u201eHier ist die gute Nachricht \u2013 Krankenkassen m\u00fcssen im Zweifelsfall auch die teurere Variante bezahlen\u201c, berichtet Klaus Wicher, Hamburger SoVD-Vorsitzender. 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