{"id":31894640,"date":"2025-06-01T09:00:00","date_gmt":"2025-06-01T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/relaunch.sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/?p=31894640"},"modified":"2026-10-13T09:04:14","modified_gmt":"2026-10-13T07:04:14","slug":"hamburg-wird-aelter-und-anders","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/artikel\/hamburg-wird-aelter-und-anders\/","title":{"rendered":"Hamburg wird \u00e4lter und anders."},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group container prose sema-artikel is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\" style=\"padding-top:2.5rem\">\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"726\" src=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-1-1024x726.jpg\" alt=\"Hamburg wird \u00e4lter und anders.\" class=\"wp-image-31894363\" srcset=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-1-1024x726.jpg 1024w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-1-300x213.jpg 300w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-1-768x544.jpg 768w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-1-1536x1089.jpg 1536w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-1.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph sema-bildnachweis\">Fotos: \u00a9 Pixabay<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Demografischer Wandel an der Elbe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer \u00e4lter und ehrlich ist, wird zugeben m\u00fcssen. In der Bundes-, aber auch in der Hamburger Landespolitik geht wenig ohne den Blick auf \u00c4ltere. Erstens: Die neue Koalition hat mit Blick auf die vielen \u00e4lteren W\u00e4hler nicht am Rentensystem ger\u00fcttelt. Zweitens: Die Wirtschaft ruft nach l\u00e4ngerer Lebensarbeitszeit. Immer geht\u2019s um \u00c4ltere, wenn der demografische Wandel gemeint ist. Dabei geht\u2019s nicht nur um eine statistische Gr\u00f6\u00dfe zum steigenden Durchschnittsalter der Hamburger. Vieles wird anders. In der Freizeit, beim Wohnen, in der Arbeit \u2026<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"margin-top:2rem;margin-bottom:0.75rem\">ALTERSFREUNDLICH<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So auch in Hamburg: Vor Kurzem hat die Weltgesundheitsorganisation Hamburg in das \u201eGlobal Network for Age-friendly Cities and Communities\u201c aufgenommen. Weltweit sind 1700 St\u00e4dte und Gemeinden dabei \u2013 Hamburg ist die erste deutsche Millionenstadt im Netzwerk. Hamburg k\u00f6nne, so die (damalige) Gleichstellungssenatorin Katharina Fegebank, internationale Erfahrung nutzen, \u201eum allen Hamburgerinnen und Hamburgern ein m\u00f6glichst aktives, selbstst\u00e4ndiges und selbstbestimmtes Leben von hoher Qualit\u00e4t bis ins h\u00f6chste Alter zu erm\u00f6glichen. Ob Stadtentwicklung, Mobilit\u00e4t, Teilhabe oder barrierefreies Wohnen: Wir machen Hamburg fit f\u00fcr die Zukunft\u201c. Allerdings: Im neuen Senat wanderte die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr Senioren von der Zweiten \u2013 gr\u00fcnen \u2013 B\u00fcrgermeisterin in die von der (\u00e4lteren) SPD gef\u00fchrte Sozialbeh\u00f6rde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"margin-top:2rem;margin-bottom:0.75rem\">JUNG<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hamburg ist zwar im Bundesvergleich eine junge Stadt. Ende 2023 lebten hier rund 1,91 Millionen Menschen. Prognosen zufolge wird 2030 erstmals die Zwei-Millionen-Marke \u00fcberschritten, bis 2040 k\u00f6nnte es 2,02 Millionen geben, weil viele Jungs und Deerns herziehen. Dennoch altert die Bev\u00f6lkerung: Aktuell sind rund 18 Prozent 65 Jahre und \u00e4lter. Das sind etwa 350 000. Zum Vergleich: In Altona leben etwa 280 000 Menschen. Und die nahe Zukunft? 2035 wird etwa jeder F\u00fcnfte an der Elbe \u00fcber 65 Jahre alt sein. Das sind 420 000 Hamburger. 2040 werden 433 000 erwartet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large sema-klein\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"841\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-2-841x1024.jpg\" alt=\"Hamburg wird \u00e4lter und anders.\" class=\"wp-image-31894364\" srcset=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-2-841x1024.jpg 841w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-2-246x300.jpg 246w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-2-768x935.jpg 768w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-2-1261x1536.jpg 1261w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-2.jpg 1314w\" sizes=\"auto, (max-width: 841px) 100vw, 841px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"margin-top:2rem;margin-bottom:0.75rem\">WOHNEN<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei wohnen 65-J\u00e4hrige und \u00c4ltere meist in zentrumsfernen Stadtteilen \u2013 oft in Ein- und Zweifamilienh\u00e4usern oder h\u00e4ufig allein in gr\u00f6\u00dferen Wohnungen. Die \u00dc65-Top-Lagen jetzt und 2035: Poppenb\u00fcttel, Rissen, Blankenese. In der City wohnen eher J\u00fcngere. Das hat Folgen: Zum einen ver\u00e4ndert sich, wie man wohnt. Die Zahl der Ein-Personen-Haushalte nimmt zu. Zum anderen leben \u00c4ltere wie bisher eher in Stadtrandlagen. Das bedeutet, sie m\u00fcssen mobil sein. Wer k\u00fcnftig in der City einkaufen will, ist auf Parkplatz oder Bahn und Bus angewiesen. das Gleiche gilt f\u00fcr den Besuch beim Arzt oder im Seniorentreff.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"814\" src=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-3-1024x814.jpg\" alt=\"2035 wird etwa jeder F\u00fcnfte an der Elbe \u00fcber 65 Jahre alt sein.\" class=\"wp-image-31894365\" srcset=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-3-1024x814.jpg 1024w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-3-300x239.jpg 300w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-3-768x611.jpg 768w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-3-1536x1221.jpg 1536w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-3.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">2035 wird etwa jeder F\u00fcnfte an der Elbe \u00fcber 65 Jahre alt sein.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dem Papier hat Hamburg auf den Weg gebracht, dem demografischen Wandel Paroli zu bieten. Dass \u2013 auch \u2013 Hamburgs Bev\u00f6lkerung \u00e4lter wird und dieser Wandel nahezu alle Bereiche von Leben, Arbeit, Wohnen. Mobilit\u00e4t, Freizeit erfasst, ist seit Jahrzehnten kein Geheimnis. Um das Los des \u00c4lterwerdens zu mindern, mussten schon immer Altersdiskriminierung, Einsamkeit oder Zugangsbarrieren \u00fcberwunden werden. Heute kommt digitale Ausgrenzung dazu. Bereits 2014 legte der Senat ein 80-seitiges Demografie-Konzept auf und nannte es, damals auf gut Deutsch: \u201eHamburg 2030: Mehr. \u00c4lter. Vielf\u00e4ltiger.\u201c 2018 wurde es auf \u00fcber 470 Seiten fortgeschrieben. Das Programm hie\u00df immer noch auf Deutsch: \u201eStadt im Wandel\u201c. Jetzt liegt Age-friendly City auf Englisch und modern auf dem Tisch. Damals hie\u00df es: vielf\u00e4ltig. Heute w\u00fcrde man \u201edivers\u201c schreiben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"margin-top:2rem;margin-bottom:0.75rem\">POLITIK<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht nur die Sprache \u00e4ndert sich: Auf etwa 200 Seiten listet der Senat \u00fcber 100 Arbeitsfelder auf, um mit \u201eMa\u00dfnahmen\u201c der Alterung Paroli zu bieten. Zuvor hatte der Senat den Puls an der alternden Gesellschaft, indem er \u201eMeinungen von einzelnen \u00e4lteren Hamburger*innen\u201c einholte, um die Rahmenbedingungen f\u00fcr \u201eeine gute dritte Lebensphase und ein \u201eein w\u00fcrdevolles \u00c4lter werden\u201c zu erkunden. Wichtig waren den Befragten etwa barrierefreies Wohnen, barrierearme Alltagswege, ausreichende Nahversorgung, ein guter \u00f6ffentlicher Personennahverkehr, Sicherheit zu Hause und au\u00dferhalb, Seniorentreffs, aufsuchende Angebote. Vieles war wenig \u00fcberraschend. Es verdichtet sich zu einer \u201eGesamtstrategie \u2013 nicht nur, weil Papier geduldig ist, sondern um \u201e Leitlinien f\u00fcr ein altersfreundliches Hamburg\u201c vor zugeben. Sie sollen die Politik lenken, die sich k\u00fcmmert um: Kultur, Besch\u00e4ftigung, soziale und kulturelle Teilhabe, Wohnen, Mobilit\u00e4t, Gesundheitsversorgung und Pflege und mehr. Dabei hei\u00dft es zu jedem Bereich: \u201eDas wollen wir erreichen.\u201c Damit wird \u2013 irgendwann \u2013 messbar, was aus der Gesamtstrategie wurde. So geht es beim Bereich \u201eGesundheit\u201c u. a. darum, \u201ewohnortnah bedarfsgerechte, qualit\u00e4tsorientierte medizinische Versorgungsstrukturen sicherzustellen\u201c, also die ambulante und station\u00e4re Versorgung zu verbessern und geriatrische und gerontopsychiatrische Hilfen zu st\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"margin-top:2rem;margin-bottom:0.75rem\">PFLEGE<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Klar wird, dass die Bereiche verflochten sind. So geh\u00f6ren Wohnen und Pflege zusammen. \u201eWir brauchen viel mehr barrierefreie Wohnungen und eine bessere F\u00f6rderung des barrierefreien Umbaus, damit auch pflegebed\u00fcrftige oder mobil eingeschr\u00e4nkte Menschen lange zu Hause wohnen bleiben k\u00f6nnen. Die Pflege der zunehmenden Anzahl hochaltriger Menschen wird, so wie heute, nicht komplett station\u00e4r stattfinden k\u00f6nnen\u201c, sagt Kristin Alheit, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Parit\u00e4tischen Wohlfahrtsverbands Hamburg: \u201eDie eine Stellschraube, um alle unsere Zukunftsprobleme zu l\u00f6sen, gibt es nicht. Wichtig ist, dass wir es schaffen, die Mobilit\u00e4t und Gesundheit von \u00e4lteren und hochaltrigen Menschen m\u00f6glichst lange zu erhalten. 65 oder 70 Jahre sind per se nicht problematisch, wenn man fit und in ein soziales Umfeld eingebunden ist. Daher muss in Hamburg das Wohnquartier viel mehr mitgedacht werden: wohnortnahe Selbstversorgung, soziale Einrichtungen und Netzwerke sowie medizinische Einrichtungen in kurzer Distanz barrierefrei erreichbar, niedrigschwellige Angebote zur sozialen und kulturellen Teilhabe f\u00fcr alle, vor allem f\u00fcr \u00c4ltere. Wer arm ist, ist h\u00e4ufiger und st\u00e4rker krank, daher muss die Politik daf\u00fcr sorgen, dass die Altersarmut bek\u00e4mpft wird.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"margin-top:2rem;margin-bottom:0.75rem\">ARM UND REICH<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch der Wandel muss nicht unbedingt ein d\u00fcsteres Bild der Zukunft malen. Professor Dr. Ulrich Reinhardt, Zukunftswissenschaftler und Wissenschaftlicher Leiter der \u201eStiftung f\u00fcr Zukunftsfragen\u201c, schaut nach vorn: \u201eDer demografische Wandel ist keine Bedrohung, sondern eine Gestaltungsaufgabe. Hamburg wird \u00e4lter, bunter und individueller \u2013 das bietet Chancen f\u00fcr neue Formen des Zusammenlebens, des Lernens und des Wirtschaftens. Dabei darf nicht \u00fcber ,die Alten\u02bb gesprochen werden, sondern mit ihnen.\u201c Er appelliert an die Senioren der Stadt: \u201eErinnert euch, wie wichtig Vorbilder f\u00fcr euch als Heranwachsende waren \u2013 jetzt seid ihr gefordert, eine Vorbildfunktion f\u00fcr die junge Generation zu \u00fcbernehmen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"929\" src=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-4-1024x929.jpg\" alt=\"Die Freizeit nimmt zu und die Art ver\u00e4ndert sich, sie zu verbringen.\" class=\"wp-image-31894366\" srcset=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-4-1024x929.jpg 1024w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-4-300x272.jpg 300w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-4-768x697.jpg 768w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-4-1536x1394.jpg 1536w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-4.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Freizeit nimmt zu und die Art ver\u00e4ndert sich, sie zu verbringen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"margin-top:2rem;margin-bottom:0.75rem\">FREIZEIT<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Zukunft in 20 Jahren wird sich, so der Zukunftswissenschaftler, viel ge\u00e4ndert haben, nicht nur die Demografie: \u201eWir werden dann hoffentlich weniger \u00fcber Altersarmut und mehr \u00fcber Alterskompetenz sprechen. Einsamkeit bleibt eine Herausforderung, daher sollte jeder heute 50-J\u00e4hrige nicht nur an die finanzielle Absicherung, sondern auch \u00fcber eine gesundheitliche und vor allem soziale Vorsorge nachdenken \u2013 allein m\u00f6chte schlie\u00dflich keiner im Alter sein.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Freizeit nimmt zu und die Art ver\u00e4ndert sich, sie zu verbringen. Der r\u00fchrige Tanztee war gestern. Heute nennt sich ein Tanz-Treff f\u00fcr \u00c4ltere \u201eFaltenrock\u201c, weil dort die Rolling Stones aufs Parkett locken. Reinhardt rechnet mit mehr Menschen, die als \u201eSilver Surfer\u201c digital unterwegs, in ihrer freien Zeit neue Formen der Arbeit finden oder auch in realen Welt unterwegs sein werden: \u201eViele sind Lebenspraktiker mit Erfahrungsschatz. Auch werden viele \u00c4ltere in Zukunft in Teilzeit weiterarbeiten, nicht unbedingt aus Not, sondern weil sie es k\u00f6nnen und wollen. Die Zukunft geh\u00f6rt auch den \u00c4lteren \u2013 weil sie bereit sind, diese mitzugestalten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"margin-top:2rem;margin-bottom:0.75rem\">ARBEIT<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eNur wer sich \u00e4ndert, wird bestehen.\u201c Das schrieb Neu-Kanzler Friedrich Merz 2004. Etwa 2500 Jahre fr\u00fcher wussten die Griechen: \u201eNichts ist so best\u00e4ndig wie der Wandel.\u201c Im besten Fall leuchtet die Zukunft hell auf: Es gibt eine alters gerechte Infrastruktur und lebenslanges Lernen, K\u00fcnstliche Intelligenz l\u00f6st den Fachkr\u00e4ftemangel, Grundeinkommens-Modelle machen Schluss mit Altersarmut, es gibt genug bezahlbaren Wohnraum f\u00fcr alle Generationen, keine Kinderarmut, die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter zu, es gibt sozial gerechten Klimaschutz, die Integration klappt, (Alters-)Diskriminierung ist ein Fremdwort. Und die Wirtschaft l\u00e4uft. Heute indes warnt die Handelskammer Hamburg: \u201eAnfang der 2040er Jahre fehlen der Hamburger Wirtschaft ann\u00e4hernd 200 000 Fachkr\u00e4fte, wenn wir jetzt nicht gegensteuern.\u201c Dr. Malte Heyne, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Kammer, sieht nach vorn: \u201eAutomatisierungen und der Einsatz von K\u00fcnstlicher Intelligenz k\u00f6nnen gerade in stark betroffenen Branchen, wie Logistik und Industrie, eine L\u00f6sung sein. Und die Politik ist gefordert, endlich wirksame Schritte zu gehen: Wir werden mehr und l\u00e4nger arbeiten m\u00fcssen, wenn wir unseren Wohlstand erhalten wollen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large sema-klein\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"868\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-5-868x1024.jpg\" alt=\"Hamburg wird \u00e4lter und anders.\" class=\"wp-image-31894367\" srcset=\"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-5-868x1024.jpg 868w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-5-254x300.jpg 254w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-5-768x906.jpg 768w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-5-1302x1536.jpg 1302w, https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/sema-juni-2025-hamburg-5.jpg 1356w\" sizes=\"auto, (max-width: 868px) 100vw, 868px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" style=\"margin-top:2rem;margin-bottom:0.75rem\">RENTE<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der demografische Wandel ist kein Thema, das nur die \u00c4lteren ausl\u00f6sen und das nur sie betrifft. Sie sind es ein wichtiger Faktor im demografischen Wandel, weil ihre Zahl zunimmt. Doch der Wandel geht auch junge Menschen an. Die sinkende Geburtenrate kann zu Sch\u00fcler- und Studentenmangel in Schulen und Universit\u00e4ten bedeuten. Scheiden mehr Menschen im Betrieb aus als nachr\u00fccken, fehlen Sozialkassen und Rentenversicherung Beitragszahler \u2013 und die Jungen m\u00fcssen eventuell \u201ef\u00fcr zwei\u201c ranklotzen. Und die Rente ist in Zukunft alles andere als sicher. Das kann zu Konflikten zwischen Generationen f\u00fchren. Motto: Fr\u00fcher war alles besser.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph sema-autor\">Text: Dr. Riedel<\/p>\n\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fotos: \u00a9 Pixabay Demografischer Wandel an der Elbe Wer \u00e4lter und ehrlich ist, wird zugeben m\u00fcssen. In der Bundes-, aber auch in der Hamburger Landespolitik geht wenig ohne den Blick auf \u00c4ltere. Erstens: Die neue Koalition hat mit Blick auf die vielen \u00e4lteren W\u00e4hler nicht am Rentensystem ger\u00fcttelt. Zweitens: Die Wirtschaft ruft nach l\u00e4ngerer Lebensarbeitszeit. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":31894363,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-31894640","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-das-bewegt-mich"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31894640","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31894640"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31894640\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31894641,"href":"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31894640\/revisions\/31894641"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/31894363"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31894640"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31894640"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31894640"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}