{"id":31894572,"date":"2025-02-01T09:00:00","date_gmt":"2025-02-01T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/relaunch.sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/?p=31894572"},"modified":"2026-10-16T09:20:31","modified_gmt":"2026-10-16T07:20:31","slug":"das-cafe-seeterrassen-erwacht-aus-dem-dornroeschenschlaf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sema-seniorenmagazin.de\/onlinemagazin\/artikel\/das-cafe-seeterrassen-erwacht-aus-dem-dornroeschenschlaf\/","title":{"rendered":"Das Caf\u00e9 Seeterrassen erwacht aus dem Dornr\u00f6schenschlaf"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group container prose sema-artikel is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\" style=\"padding-top:2.5rem\">\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jetzt schon durch die Ausstellung: Petticoat &amp; Nierentisch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den 50er und 60er Jahren waren die Winter noch richtige Winter, es gab noch Tante-Emma-L\u00e4den und keine Schn\u00e4ppchenjagd. Die Gro\u00dfm\u00fctter stopften noch Socken und benutzte eine Stickliesel. Nicht jeder Haushalt hatte ein Telefon. Das Wort Handy war noch in weiter Ferne. Um ein Telegramm aufzugeben, gab es das \u201eFr\u00e4ulein vom Amt\u201c. Die jungen M\u00e4dchen trugen bunte Kleider, unter den R\u00f6cken Petticoats. Nicht nur der VW K\u00e4fer lief und lief, auch die BMW Isetta war ein beliebtes Auto. Am 7. Oktober 1948 lie\u00df die Automobilfirma Citro\u00ebn ihre \u201eEnte\u201c aus dem Ei schl\u00fcpfen. Dieser 2CV wurde erst bel\u00e4chelt, dann aber zum Favoriten bei jungen Leuten. Der VW Bulli war ein Sinnbild der 50er Jahre und wurde damals zum Allesk\u00f6nner-Bus. Heutzutage sind diese Mini-Transporter wieder sehr beliebt, besonders als Campingfahrzeug. Aus den Kofferradios und nicht aus ,,Alexa\u201c erklangen Lieder, gesungen von Freddy Quinn, Caterina Valente, Udo J\u00fcrgens, Lolita oder auch Bill Ramsey. Der vom ersten deutschen Fernsehkoch Clemens Wilmenrod erfundene Toast Hawaii wurde in den 50ern popul\u00e4r und kam auch neben K\u00e4se-Igeln, Rumtopf und leckeren Bowlen oft auf die Tische. Auch ohne Handy waren die Menschen zufrieden. Sie informierten sich \u00fcber viele Dinge im Duden oder Brockhaus, bevor es Google gab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ins Caf\u00e9 Seeterrassen im Park \u201ePlanten un Blomen\u201c, zieht wieder Leben ein. Es wird jetzt saniert, und schon in wenigen Monaten werden Kulinarisches und Kultur in dem historischen Geb\u00e4ude der 50er Jahre angeboten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mitglieder des Hamburger Vereins \u201ePetticoat &amp; Nierentisch\u201c haben jetzt schon \u00fcber 1500 Exponate mit gro\u00dfem Zeitaufwand, Geduld und Liebe zusammengestellt und in dem Geb\u00e4ude dekoriert, um die Einzelst\u00fccke an einigen Tagen im Monat ihren Besucherinnen und Besuchern zu pr\u00e4sentieren. Viele \u00e4ltere Menschen erinnern sich an ihre Jugend, wenn sie u.a. M\u00f6bel, Kleidung, Dekorationsgegenst\u00e4nde, ein M\u00e4dchenzimmer, eine K\u00fccheneinrichtung, Camping- und Bareinrichtungen in der Ausstellung entdecken. Aber auch j\u00fcngere Menschen interessieren sich f\u00fcr diese Epoche der Nachkriegszeit. Sie verbinden damit vor allem die sch\u00f6nen Oldtimer, die Kleidung und die Musik, dabei vor allem Rock\u2019n\u2019Roll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der 2016 von Gerhard Dorn und seiner Frau Andrea gegr\u00fcndete Verein f\u00f6rdert die Kunst und Kultur der 50er und 60er Jahre, die somit erhalten bleiben und erlebbar gemacht werden. Alle Mitglieder verbringen ihre Zeit im Verein ehrenamtlich und mit viel Freude.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerhard Dorn: \u201eIm Februar 2016 gr\u00fcndeten meine Frau Andrea und ich den \u201ePetticoat und Nierentisch Hamburg e.V.\u201c. Die Liebe zu den Gegenst\u00e4nden hatte Andrea schon seit Ende der 70er. Man traf sich damals auf dem Hamburger Dom bei den Auto-Scootern. Die Musik und die Kleidung interessierte die Jugendlichen. Zurzeit sind wir 33 Mitglieder, die zu unseren Treffen kommen. \u00dcber weitere 50er-Jahre-Fans w\u00fcrden wir uns freuen. Die \u00e4ltere Generation erlebte diese Zeit selbst mit. Wir erhalten neben viel Zuspruch zu unserer Ausstellung auch etliche Gegenst\u00e4nde aus der damaligen Epoche von den Besuchern. Die Senioren sind froh, dass ihre Sch\u00e4tzchen nicht auf dem M\u00fcll landen, sondern der Nachwelt erhalten bleiben. Wir pr\u00e4sentieren hier Wohnr\u00e4ume, wie sie damals eingerichtet waren. In Planung ist auch noch ein Friseursalon.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicole, ein Vereinsmitglied, erkl\u00e4rt: ,,Wir organisieren Oldtimer-Treffen, pr\u00e4sentieren unsere Kleidung bei Modenschauen, die auch gebucht werden k\u00f6nnen. Sehr gern treten wir in Seniorenheimen auf und schenken den Zuschauern damit Gl\u00fccksmomente. Die Reaktionen der \u00e4lteren Menschen sind dabei immer sehr positiv. Beim letzten Termin fragte mich ein Senior, ob ich mit ihm tanzen w\u00fcrde. Das tat ich nat\u00fcrlich gern \u2013 bei flotter Musik. Sehr sch\u00f6n sind immer unsere Zusammentreffen. In schicker Kleidung tanzen wir nach den Oldies der Nachkriegszeit, besonders gern Rock \u2019n\u2019 Roll. Wir sind eine gro\u00dfe Familie, jeder kennt jeden, und das ist sch\u00f6n.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kontakt: Mail: Petticoat-nierentisch@web.de, Facebook: Petticoat-nierentisch Hamburg e.V., Tel.: 0174\/934 05 71<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph sema-autor\">Text: Marion Schr\u00f6der \u00a9 SeMa<\/p>\n\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt schon durch die Ausstellung: Petticoat &amp; Nierentisch In den 50er und 60er Jahren waren die Winter noch richtige Winter, es gab noch Tante-Emma-L\u00e4den und keine Schn\u00e4ppchenjagd. Die Gro\u00dfm\u00fctter stopften noch Socken und benutzte eine Stickliesel. Nicht jeder Haushalt hatte ein Telefon. Das Wort Handy war noch in weiter Ferne. 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