2023

Liebe Leserinnen und Leser,

natürlich muss die Sprache in Wort und Schrift auch mit der Zeit gehen und Veränderungen erfahren. Aber bei manchen Ver-
änderungen fragt man (/frau?) sich, ob dies wirklich erforderlich ist. So geht es mir persönlich beim „Gendern“, also der geschlechtergerechten Sprache. Insbesondere deshalb, weil die Durchsetzung einer mehrgeschlechtlichen Schreibweise bzw. Aussprache mit einer unverständlichen, ideologischen Unnachgiebigkeit betrieben wird. Muss man sich darüber unterhalten, ob man LeserInnen, Leser*innen, Leser:innen oder Leser_innen schreiben soll? Gibt es nichts Wichtigeres? Wird dadurch dort, wo es wirkliche Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern gibt, wirklich etwas verändert? Noch komplizierter wird es, wenn auch Menschen mit anderen Geschlechtsidentitäten berücksichtigt werden sollen. Mich persönlich hat die bisherigen Handhabung nie gestört, und ich fühlte mich dadurch auch nie benachteiligt.

Übrigens:  Im SeMa überlassen ich es unseren Journalisten, wie sie es handhaben möchten. Sie werden aufgrund dessen im SeMa auch unterschiedliche Schreibweisen finden.

Wie angekündigt, starten wir mit dieser Ausgabe die neue Serie „Historisches in Hamburg“. Diese ersetzt die bisherige Krimiserie.

Nun wünsche ich Ihnen einen sonnigen Frühlingsanfang und verabschiede ich mich bis zur nächsten Ausgabe, die ab dem 01. April 2023 verteilt wird.

Ihre Silke Wiederhold
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Liebe Leserinnen und Leser,

Inflation – ein Schreckgespenst ist zurückgekehrt und hält sich hartnäckig. Dies trifft insbesondere Personen, die nicht in der Lage sind,  durch Lohnforderungen bzw. -erhöhungen oder durch andere Einkommenssteigerungen diese Kostensteigerungen auszugleichen. Und das sind vorrangig die Rentenbezieher. Die unter der Inflationsrate liegenden Rentenerhöhungen gleichen den Wertverlust nicht aus. Eine Folge davon ist, dass immer mehr Rentner weiterarbeiten müssen, anstatt den wohlverdienten Ruhestand genießen zu können. Das geht aus einer parlamentarischen Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. 

Laut eines Berichts des Redaktionsnetzwerks Deutschlands seien derzeit 1.123.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über 67 Jahre alt und hätten somit das reguläre Renteneintrittsalter überschritten. Die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitneh-mer, die älter als 67 Jahre sind, steigt. Derzeit sind über 56 000 Seniorinnen und Senioren mehr in Deutschland beschäftigt als
Ende des vergangenen Jahres. Die Linke kritisiert, das sei keine freiwillige Entscheidung, sondern für viele notwendig, „um über den Monat zu kommen“. Traurig, aber wahr. Hier vernachlässigt, meines Erachtens, der Staat seine Fürsorgepflicht gegenüber den Rentnern.

Ich verabschiede mich nun bis zur nächsten Ausgabe, die ab dem 01. November verteilt wird.

Ihre Silke Wiederhold
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Liebe Leserinnen und Leser,

nein, das war kein Aprilscherz – sondern ein Satzfehler. Auf der Titelseite unserer letzten Ausgabe stand April 2022 statt 2023. Dies ist auch vielen von Ihnen aufgefallen, das Telefon stand nicht still. Wir bitten um Entschuldigung.

Ebenfalls kein Aprilscherz, sondern bitterer Ernst ist es, wenn die Bundesbauministerin Klara Geywitz sich darüber echauffiert, dass Senioren (nach Auszug der Kinder) auf zu vielen Quadratmetern leben. Matthias Günther, Vorstand des Pestel Instituts, ist sogar der Meinung, „dass diejenigen, die besonders viel Fläche verbrauchen – und das wären ... vor allem viele ältere Menschen – zur Kasse gebeten werden sollten.“ Und das Umweltbundesamtes schlägt vor: „Wer auf besonders vielen Quadratmetern wohnt, sollte auch mehr Steuern zahlen.“ Schöne Aussichten. Wir werden an dem Thema dranbleiben.

Genießen Sie nun den hoffentlich sonnigen Wonnemonat Mai. Raus in die Natur und etwas Sport treiben. Wie wichtig dieser ist, können Sie unserer Titelgeschichte entnehmen. Genießen Sie auch das Frühlingsgemüse Spargel. Rezepte finden Sie in dieser Ausgabe. Wer Tipps für den seniorengerechten Garten braucht, der wird ebenfalls in dieser Ausgabe fündig.

Ich und das SeMa-Team wünschen Ihnen nun einen schönen Mai, und wir verabschieden uns bis zur Juni-Ausgabe, die ab dem 01.06.23 verteilt wird.

Ihre Silke Wiederhold
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Liebe Leserinnen und Leser,

ich hoffe, dass Sie alle wohlbehalten in das neue Jahr 2023 gestartet sind für das ich Ihnen alles Gute und vor allem Gesundheit wünsche.

Corona scheint nun endlich Geschichte zu sein, auch wenn sich die Aussagen hierzu zum Teil widersprechen, und wir können diesbezüglich in den meisten Bereichen wieder zu einem normalen Alltag zurückkehren. Andere Krisen der jüngsten Zeit werden uns wohl leider auch in 2023 weiter begleiten. Hoffen wir mal, dass die Politik hier zu vernünftigen Lösungen kommt.
Unsere Titelgeschichte behandelt ein wichtiges Thema, mit dem sich viele (noch) so richtig auseinandergesetzt haben. Wer kümmert sich um die finanziellen und rechtlichen Angelegenheiten, wenn man selbst nicht mehr handlungsfähig ist? Hier ist mit dem „Notvertretungsrecht für Ehegatten“ auch eine wichtige Änderung zum 01.01.23 in Kraft getreten. Nähers in unserem Artikel.

Der Anfang des Jahres ist ja auch immer die Zeit der guten Vorsätze. Die körperliche Fitness zu erhalten sollte natürlich auch dazugehören. Falls Sie planen, dafür in ein Fitnessstudio zu gehen, dann finden Sie in diesem Heft ein paar nützliche Hinweise, woran Sie ein gutes Fitnessstudio erkennen können.

Ich wünsche Ihnen nun viel Spaß beim Lesen und verabschiede mich bis zur Märzausgabe, die ab dem 01. März 2023 verteilt wird.
Ihre Silke Wiederhold
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Liebe Leserinnen und Leser,

nach unserer kleinen Sommerpause starten wir gleich mit einem Thema, das immer wieder für viel Diskussion sorgt – das Fahrverhalten von Senioren. Welcher Hamburger kennt sie nicht, Schlagzeilen wie zum Beispiel aus der Waitzstraße: Rentner krachte in das Schaufenster. Und flugs wird dann auch ein Fahrverbot für Senioren, zumindest in den Medien, diskutiert.
Aber was ist dran an der angeblichen Fahruntüchtigkeit von Senioren? Statistisch betrachtet – nicht viel. So beginnt eine Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 02.03.23 mit dem Satz: „Menschen sind seltener in Verkehrsunfälle verstrickt“. Und in derselben Mitteilung heißt es dann: „Ältere Menschen sind gemessen am Anteil an der Gesamtbevölkerung seltener in Verkehrsunfälle verstrickt als jüngere.“ Demnach war 2021 jeder siebte Beteiligte (14,5 Prozent) an Unfällen mit Personenschaden 65 Jahre und älter; der Anteil dieser Altersgruppe an der Gesamtbevölkerung liegt aber bei 22,1 Prozent. Weiterhin teilte das Statistische Bundesamt in einem Unfallbericht über das Jahr 2020 mit: „18- bis 24-jährige Verkehrsteilnehmer haben immer noch das mit Abstand höchste Unfallrisiko im Straßen-verkehr.“ Aber niemand fordert deswegen ein Fahrverbot für Fahranfänger – wäre ja auch unsinnig.

Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe. Die nächste Ausgabe wird ab dem 04. Oktober verteilt.

Ihre Silke Wiederhold
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Liebe Leserinnen und Leser,

nun neigt sich ein ereignisreiches Jahr dem Ende entgegen, und wir können gespannt sein, was so alles im kommenden Jahr auf uns zukommt. Vielleicht wird das Jahr 2024 dann zu einem „Notstandsjahr“, wie es einige Regierungspolitiker aufgrund der sich in Luft auflösenden Sonder-„vermögen“ (sind ja eigentlich Schulden) fordern. Natürlich werden auch die Rentner wieder als Sparschwein entdeckt. So meint die auch die Bundesregierung beratende „Wirtschaftsweise“ Veronika Grimm: „Prinzipiell sind
Einsparungen bei den Renten möglich“ („Der Tagesspiegel“, 22.12.23) und weiter: „Zum Beispiel die Rente ab 63 oder die Mütterrente könnte man zur Disposition stellen.“ Nein, das ist mit Sicherheit der falsche Weg. Es gibt wahrlich bessere Einsparpotenziale.

Auch in 2024 wird die Digitalisierung weiter voranschreiten und dabei leider auch Personen ausgrenzen, die die digitalen Techno-logien nicht beherrschen. Hiervon ist auch der Zahlungsverkehr betroffen. Erste Banken nehmen kein Bargeld mehr an und schaf-fen ihre Geldautomaten ab. Wer ab dem 01.01.24 sein Busticket mit Bargeld zahlen möchte, der bleibt wohl an der Haltestelle ste-hen, denn ab dann gilt nur noch bargeldloses Zahlen mittels hvv App, hvv switch App, hvv Any oder hvv Prepaid Card.

Das SeMa-Team geht nun wieder in eine kleine Winterpause. Die nächste Ausgabe wird ab dem 02. Februar 2024 verteilt.

Ich wünsche Ihnen ein frohes Fest und einen guten Rutsch in ein hoffentlich gesundes Jahr 2024.

Ihre Silke Wiederhold
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Liebe Leserinnen und Leser,

die Empörung beim Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck war groß, weil seine Pläne hinsichtlich bestehender Gas- und Ölheizungen „geleakt“, also verraten wurden. War es also nicht richtig, dass die Öffentlichkeit rechtzeitig darüber informiert wurde?  

Zur Sache: Neue Gas-/Ölheizungen sollen/sollten nicht mehr verbaut werden und bestehende (auch funktionierende) möglichst schnell, ja sogar ab 2024 ihre Betriebserlaubnis verlieren und i. d. R. durch Wärmepumpen ersetzt werden. Mal davon abgesehen, dass dies bei vielen Häusern (z. B. Mittelreihenhäusern) technisch sehr schwierig bis unmöglich sein dürfte – es würden auch gewaltige Folgekosten auf Besitzer älterer Gebäude zukommen, denn neben der neuen Heizung ist dann auch eine umfangreiche Innen- und Außensanierung erforderlich. Dies würde viele dann in den Ruin treiben. Wer also sein Leben lang sein Haus hart zusammengespart hat, um im Ruhestand seine Ruhe zu haben, wird jetzt böse überrascht. Das ist im höchsten Maße unsozial. Der deutsche Europaabgeordnete Dennis Radtke brachte es auf den Punkt: „Wir können die Kosten im Kampf gegen den Klimawandel nicht auf Omas Häuschen abwälzen.“ Wahre Worte.

In dieser Ausgabe erwarten Sie aber auch noch andere und erfreuliche Themen. Viel Spaß beim Lesen. Die nächste SeMa-Ausgabe wird ab 02. Mai 2023 verteilt.  

Ihre Silke Wiederhold
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Liebe Leserinnen und Leser,

Wasser – das Lebenselixier schlechthin – ist derzeit in aller Munde. Mal gibt es zu wenig davon, aufgrund langer Trockenheit, mal gibt es zu viel davon, und es kommt zu Überschwemmungen. Aber woher bezieht eine Großstadt wie Hamburg sein Wasser? Was ist notwendig, damit wir als Hamburger, sauberes Wasser aus dem Hahn erhalten? Ein Grund für unsere Redaktion, sich mit diesen Thema zu beschäftigen und dabei auch einen historischen Rückblick zu geben.

Haben Sie in Ihrer Jugend (und vielleicht auch später) Karl Mays spannenden Abenteuer von Winnetou und Old Shatterhand
gelesen? Also in einer Zeit, als man noch ungestraft das Wort „Indianer“ in den Mund nehmen durfte? Dann wird es Sie bestimmt interessieren, dass die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg dieses Jahr ihr 70-jähriges Jubiläum feiern. Und das Beste – Sie können dabei sein: Das SeMa verlost dazu 3 x 2 Karten bei unserem Gewinnspiel auf der Seite 19.

Vor 80 Jahren erlitt Hamburg mit der Operation Gomorrha die bis dahin schwersten Luftangriffe des Zweiten Weltkrieges. Die 34 000 Opfer des Flächenbombardements sollten insbesondere heute als Mahnung für friedliche Konfliktlösungen stehen.

Wie in jedem Jahr geht das SeMa nun in eine kleine Sommerpause. Die nächste Ausgabe wird ab dem 1. September 2023 verteilt. Ich wünsche Ihnen bis dahin erholsame und schöne Sommertage.

Ihre Silke Wiederhold
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Liebe Leserinnen und Leser,

die Digitalisierung hält in immer mehr Bereichen unseres Lebens Einzug. Ob das gut oder schlecht ist, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Denn wie so vieles im Alltagsleben hat auch die Digitalisierung Vor- und Nachteile. Eins ist allerdings sicher, der Bürger wird gläserner.

Gerade bei der elektronischen Patientenakte wird dies besonders deutlich. Alle gesundheitlichen Daten werden zusammengefasst und sind abrufbar. Dies kann durchaus ein Vorteil bei der nachfolgenden bzw. weiterführenden Behandlung sein.

Aber wie schaut es mit dem Datenschutz aus? Wer kann alles, befugt oder unbefugt, auf diese Daten zugreifen? Die Beteuer-ungen der offiziellen Stellen, dass alles wasserdicht wäre, sollte man durchaus skeptisch betrachten, denn schließlich tauchen regelmäßig Meldungen von Datenlecks in der Presse auf.

Ein Aspekt darf bei der ganzen Digitalisierungsdebatte nicht vergessen werden – es gibt immer noch Personen, die nicht mit dem digitalen Ausbau Schritt halten können. Und hier dürfte der Anteil der Älteren nicht unerheblich sein. Für diese muss es einerseits genügend Schulungsangebote geben,  und andererseits müssen weiter-hin ausreichend Möglichkeiten vorhanden sein, auch ohne digitalen Zugang die alltäglichen Dinge zu erledigen.

Ich verabschiede mich nun bis zur nächsten SeMa-Ausgabe, die ab dem 01. Dezember verteilt wird.

Ihre Silke Wiederhold
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Liebe Leserinnen und Leser,

wenn man noch Sündenböcken sucht, dann greift man sich meist eine Gruppe raus, von der man relativ wenig Gegenwehr erwartet. Und das sind zurzeit Deutschlands Senioren. Diese sind dann auf einmal schuld am Wohnraummangel, weil sie zu großen Wohnraum belegen. Nein – nicht eine verfehlte Wohnungsbaupolitik mit zu hohen Auflagen und diversen bürokratischen Hürden, nicht eine durch die EZB verursachte galoppierende Inflation bei den Baukosten und auch nicht der steigende Wohnraumbedarf.

Und dann ist die ältere Generation natürlich auch schuld am Klimawandel, da sie durch zu alte Heizungen in zu alten Gebäu-
den mit zu großem Wohnraum zu viel CO2 produziert. Vielleicht kommt ja demnächst noch das Reise- und Freizeitverhalten der Senioren auf den Prüfstand. Ich finde, man sollte allmählich die Kirche im Dorf lassen und zu einer realistischen und tragbaren Umweltpolitik zurückfinden, anstatt sich von apokalyptischen Klimaaktivisten durch selbiges Dorf treiben zu lassen.

Genießen Sie nun aber einen hoffentlich schönen Sommeranfang. In dieser Ausgabe finden Sie informative Freizeittipps für sonnige, aber auch regnerische Tage. Viel Spaß beim Lesen. Ich verabschiede mich nun bis zur Sommerausgabe für Juli/August, die ab dem 03. Juli 2023 verteilt wird.

Ihre Silke Wiederhold
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